Beim sogenannten Drive-Thru bleiben die Patienten im Auto sitzen, während ein Arzt den Abstrich macht.
+
Beim sogenannten Drive-Thru bleiben die Patienten im Auto sitzen, während ein Arzt den Abstrich macht. 

Corona-Tests

Corona-Testcenter in Gießen: So ist die Situation vor Ort

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
    schließen

Etwa 60 Patienten pro Tag kommen zum Corona-Testcenter an der Automeile in Gießen. Spontanbesuche sind dort allerdings nicht möglich.

Gießen(khn). Die Art und Weise, wie Menschen Schlange stehen, zeigt die Ernsthaftigkeit einer Lage. Vor der Rivers-Turnhalle an der Stefan-Bellof-Straße in Gießen stehen an jenem Vormittag zwölf Autos in einer Reihe. Aus den Fahrzeugen dröhnt keine aufdringliche Musik, niemand verunglimpft die Fahr- oder Wartkünste des anderen, keiner tippt ungeduldig auf dem Lenkrad herum oder verdreht die Augen.

Alle, die hier anstehen, wollen sich im sogenannte Drive-Thru des Corona-Testcenters der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) testen lassen. Dass der Arzt und die Medizinische Fachangestellte, die in Schutzkleidung die Abstriche machen, dabei auch mal scherzen, tut der konzentrierten Stimmung beileibe keinen Abbruch.

Seit dem 1. April befindet sich das zentrale Testcenter für Stadt und Landkreis Gießen an der Automeile. Geöffnet ist es ausschließlich für Menschen, die vom Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) oder von ihrem Hausarzt dorthin verwiesen worden sind. Sie bleiben also die ersten Ansprechpartner - ein Spontanbesuch in der Rivers-Turnhalle ist nicht möglich. (Lesen Sie auch: Aktuelle Corona-Entwicklungen in Gießen im Ticker)

Der Betrieb des Corona-Testcenters läuft geräuschlos ab. Pro Tag sind dort etwa 60 Patienten vor Ort, beim Gros werden Abstriche gemacht, teilt die KV auf Anfrage dieser Zeitung mit. Eingeteilt zur Arbeit sind immer drei Teams: Die Screening-Mannschaft sowie ein Abstreicher-Team bestehend aus jeweils einem Arzt und einem medizinischen Fachangestellten (MFA). Die Organisation übernimmt ein weiterer MFA.

Gearbeitet wird nicht nur draußen auf der Straße, sondern auch in der Halle. Beim sogenannten Drive-Thru bleibt der Patient im Auto sitzen, wird erst gescreent und dann abgestrichen. In der eingerichteten Turnhalle sitzt der Patient im Wartebereich, wird dann kontrolliert und bekommt anschließend einen Abstrich genommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare