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Rainer Kries (l.) und Rainer Jeuck am Tag ihrer Verabschiedung zusammen am Rednerpult.

Abschied im Doppelpack

Gießen-Kleinlinden (cmd). Gleich zwei als "eigentlich unverzichtbar" bezeichnete Personen sind am Donnerstag an der Brüder-Grimm-Schule in Kleinlinden verabschiedet worden. Direktor Rainer Kries und der stellvertretende Direktor Rainer Jeuck gehen in den Ruhestand, beide wurden in der Aula der Schule für ihre Arbeit der letzten Jahre geehrt. Durch den Nachmittag führte Stufenleiter Samuel Karbe.

Das festliche Programm habe eigentlich schon am Morgen begonnen, wie Rainer Kries feststellte, als die Schüler für die beiden ein buntes musikalisches Programm zusammengestellt und vorgeführt hatten. Ebenso bunt ging es am Nachmittag weiter, der damit begann, dass Kries eine Rede über seinen guten Freund und Kollegen Jeuck hielt - darüber, wie sie sich kennengelernt und angefreundet hatten, über gemeinsame Urlaube und die gemeinsame Zeit an der Brüder-Grimm-Schule. Seine Aufgaben habe Jeuck nicht nur erfüllt, sondern gelebt. Manchmal sei es einem so vorgekommen, als würden die beiden Männer mehr Zeit in der Schule als zu Hause verbringen, bestätigte Stadträtin Astrid Eibelshäuser später in ihrer Rede diese Auffassung.

Final ist eine der beiden Verabschiedungen allerdings noch nicht - schließlich wird Jeuck der Schule freiwillig noch ein halbes Jahr erhalten bleiben, statt sofort in Rente zu gehen. Ein halbes Jahr also wird das Kollegium von ihm noch Stundenpläne entworfen bekommen, über die sich "noch nie einer beschwert hat", meinte Kries. Danach gebe es für Jeuck nur noch Freistunden.

Nachdem die Schulband mit einer für Kries umgedichteten Version von "Time to Say Goodbye" gepunktet hatte, ging es mit den Ehrungen für ihn weiter. Den Anfang machte Kerstin Gromes. Die Grundschuldezernentin des staatlichen Schulamtes Gießen/Vogelsberg erinnerte sich an ihr erstes Treffen mit Kries in dessen Büro. "Das Erste, was Du mich gefragt hast, war, ob du mir ein Mettbrötchen mitbringen sollst. Da wusste ich schon direkt: Das ist ein sympathischer, bodenständiger Schulleiter!", sagte sie und bedankte sich für seinen Einsatz als Lehrer, Schulleiter und Mensch für Kollegen und Schüler. Wie "kompliziert" sie auch immer sein mochten - Kries habe versucht, jedem Kind eine Chance zu geben, an der Brüder-Grimm-Schule Erfolg zu haben.

Dieser Einschätzung schlossen sich die nachkommenden Rednerinnen und Redner an. Eibelshäuser erzählte, wie Kries die Schule zu einer Einrichtung aufgebaut habe, auf die er stolz sein könne. Direktorin i. R. Ingrid Hubing lobte seinen unkomplizierten Einsatz in der Flüchtlingshilfe, Dr. Petra Huwe seine Zusammenarbeit mit der Elternschaft. Als Geschenke erhielten Kries und Jeuck zwei Sitzbänke und eine Weinstockpatenschaft.

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