Der Abrissbagger steht bereit.
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Der Abrissbagger steht bereit.

Neues Quartier entsteht

Gießen: Traditionelle Hallen werden abgerissen - Was nun entstehen soll

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Die alten Fabrikhallen auf dem ehemaligen Heyligenstaedt-Areal in Gießen werden bald endgültig in Trümmern liegen. Der Abriss ist in vollem Gange.

Gießen (mac/pm). Ein großer gelber Abrissbagger steht am Freitag auf dem Parkplatz vor dem früheren »Gate 5« im Aulweg und wartet nur darauf, endlich die alten Fabrikhallen auf dem ehemaligen Heyligenstaedt-Areal in Trümmern zu legen. Laut Unternehmer Wolfgang Lust schreiten die Planungen für das rund 9000 Quadratmeter große Areal zwischen dem »Hotel und Restaurant heyligenstaedt« und den Bahnschienen weiter voran. Der Abriss der Hallen, die zuletzt regelmäßig von 1999 bis 2003 von der Freizeitgastronomie »Gate 5« genutzt worden waren, sei in vollem Gange. Zudem wurde ein Architektenwettbewerb ausgerufen, der die Entwicklung eines städtebaulichen und architektonischen Konzeptes für die Teile des Areals zur Aufgabe hat, die Lust zusammen mit einigen Gesellschaftern der BüchnerBarella-Unternehmensgruppe erworben hat.

Besonders stolz ist Lust darauf, vier der besten europäischen Architektenbüros als Teilnehmer des Wettbewerbs in Gießen willkommen zu heißen. »Ich bin schon sehr auf die Ergebnisse gespannt und hoffe, dass auf dem Areal zwischen den Bahnschienen und dem Hotel etwas Besonderes für Gießen entsteht, etwas, das die Stadt noch attraktiver macht«, sagt Lust. Ende Mai waren die Büros aus Oslo und Innsbruck (Snøhetta), Berlin (GRAFT), München und Wien (AllesWirdGut) und Rotterdam (MVRDV) vor Ort, um sich einen Eindruck vom Gelände und der Umgebung zu machen. Anfang Juli wurden erste Zwischenergebnisse präsentiert und gemeinsam mit der Jury die weitere Bearbeitung diskutiert und in Fragerunden erörtert. Anfang August werden die finalen Ergebnisse vorgestellt und der Gewinner des Wettbewerbs ausgelobt.

Die Jury setzt sich neben den Architekten Kilian Kada (kadawittfeldarchitektur) aus Aachen, Kilian Kresing (Kresings Architektur) aus Münster und Tomas Meurer (Meurer Architektur + Stadtplanung) aus Frankfurt, aus Bauherr Lust (LBI Holding), Holger Hölscher, dem Amtsleiter des Stadtplanungsamts, und Architekt Lars Wilhelm (studio-aw) aus Gießen zusammen.

Vor dem Hintergrund des Wachstums der Stadt und dem gesteigerten Bedarf an Gewerbeflächen biete sich das Heyligenstaedt-Areal an, zu einem mischgenutzten neuen Quartier zu werden, heißt es in einer Mitteilung von Lust. Vorstellbar seien neben der bereits feststehenden Hotelerweiterung und einer Büronutzung auch die Themen Gesundheit, Sport und Gastronomie. »Zudem sollen lebenswerte Innenhöfe zum Erholen und Verweilen geschaffen werden. Die schon denkmalgerecht sanierten historischen Gebäudeteile, in denen das Hotel & Restaurant untergebebracht sind, sollen ihren Ausdruck und Charme für das Gesamtareal behalten. Gleichzeitig soll der Neubau den Gesamtkomplex prägen und zum Besuch einladen«, hieß es.

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