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Royal-Expertin sieht die Monarchie durch Prinz Charles am ehesten gefährdet

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Von: Annemarie Göbbel

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Prinz Charles könnte den Fortbestand der Monarchie mehr gefährden als Prinz Andrew oder Prinz Harry, sagt Royal-Expertin Libby Purves (Fotomontage).
Prinz Charles gefährde den Fortbestand der Monarchie weit mehr als Prinz Andrew oder Prinz Harry, sagt Royal-Expertin Libby Purves (Fotomontage). © Cover-Images/Imago & i Images/Imago

Nicht Prinz Harry und nicht Prinz Andrew seien eine Gefahr für den Fortbestand der Monarchie, sondern Prinz Charles. Zu diesem überraschenden Fazit kommt Royal-Expertin Libby Purves. Warum ausgerechnet der Thronfolger der Krone am ehesten schadet, erklärt sie in „The Times“.

London – Ausgerechnet in Prinz Charles (73) sieht Royal-Expertin Libby Purves (72) ein „vielleicht größeres Problem“ für die Fortführung der Monarchie. Auffälligere Kandidaten wären eigentlich Prinz Andrew (62), der durch den Missbrauchsskandal, der in einem Vergleich endete, für große Unruhe sorgte oder auch Prinz Harry (37), der mit seinen Memoiren und Interviews das Königshaus schwer in Verruf gebracht hat. Doch in „The Times“ bekräftigt Purves ihre Aussage mit überraschenden Argumenten.

„Unpassend“: Die neue Generation sehen Prinz Charles‘ Interventionen skeptisch

Die Unfähigkeit des Thronfolgers zu verstehen, wie unpassend seine Wohltätigkeitsveranstaltungen und Interventionen auf eine neue Generation wirken können, gefährde die Zukunft, sagt die britische Radiomoderatorin. Libby berichtet in „The Times“ von befürwortenden Umfragewerten von nur noch 61 Prozent, besonders die jungen Britinnen und Briten könnten offenbar auf die Monarchie verzichten. Der Finanz-Skandal, der den Sohn Queen Elizabeths II. (96) in die Schlagzeilen brachte, wird äußerst kritisch gesehen. 

Doch allein schon das Alter des Erstgeborenen der Queen von 73 Jahren stellt für viele ein Problem dar. Man traut ihm offenbar nicht zu, die Gesellschaft von heute zu begreifen. Immer wieder tauchte der Wunsch auf, Prinz Charles möge auf seinen Platz in der Thronfolge verzichten, damit das Zepter direkt an seinen Sohn Prinz William (40) überreicht werden könne.

Queen Elizabeth II. sei unbeugsam, aber nicht unsterblich und sich dessen wohl bewusst

Die Monarchin hätte alles getan, um behutsam den Weg für ihre Nachfolge zu ebnen, schreibt Purves nun in „The Times“. Sie reduzierte ihre Reisen und ließ Prinz Charles das Parlament eröffnen, symbolisch war nur die Krone auf dem Thron platziert, um zu zeigen, dass Queen Elizabeth II. noch im Amt ist. Es ist auch deren ausdrücklicher Wunsch, Camilla als Königsgemahlin an der Seite ihres Sohnes zu sehen, wenn sie selbst die royalen Geschäfte einmal nicht mehr führen kann.

Laut der Royal-Kennerin Purves haben weder Prinz Harrys Attacken noch der in Ungnade gefallene Prinz Andrew das Potenzial, eine größte Bedrohung für das Ansehen des Königshauses darzustellen. Ihre Dramen gerieten zunehmend in den Hintergrund und würden immer bedeutungsloser, schätzt sie. Doch den Dauer-Thronfolger sieht sie mit anderen Augen: „Wenn es eine echte Schwierigkeiten in der Dynastie gibt, dann liegen sie beim Erben, Prinz Charles.“ Verwendete Quellen: Instagram #clarencehouse, thetimes.co.uk

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