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Prinz Andrew kaltgestellt: Charles III. hat endgültig die Nase voll

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Von: Annemarie Göbbel

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Ein Treffen zwischen Charles III. und Bruder Prinz Andrew verläuft „emotional und angespannt“. Für den Herzog von York ist der königliche Dienst für immer vorbei. Nahestehende machen sich Sorgen um sein Wohlergehen.

London – Schon zu Zeiten Queen Elizabeth II. (96, † 2022) wollte König Charles III. (73) die Monarchie verschlanken. Jetzt musste er seinem Bruder Prinz Andrew (62) bei einem Treffen den Zahn ziehen, dass er als arbeitendes Mitglied der königlichen Familie „immer noch von Wert sein könnte“. In Tränen und „erschüttert“, so berichtet es eine Quelle bei Mail on Sunday, musste Charles ihm klarmachen, dass er seinen Platz in den Reihen der Royals endgültig verspielt hat.

„Tränenüberströmt“ und „erschüttert“ soll Andrew seine Ablehnung vernommen haben

Andrew soll von dem niederschmetternden Ergebnis des privaten Treffens, das nur wenige Tage vor dem Tod der Königin auf Charles’ Anwesen Birkhall in Schottland stattfand, „überrumpelt“ worden sein. Trotz seiner jahrelangen Verbindung mit dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein (66, † 2019) hatte Andrew sich vehement dafür eingesetzt, seine früheren Aufgaben wieder wahrzunehmen. Hatte er in der Queen einen Fürsprecher, waren Charles und Prinz William (40) jedoch rigoros dagegen.

König Charles III. greift bei seinem kleinen Bruder Prinz Andrew durch. Für ihn gibt es keinen Weg zurück als aktiver Royal (Fotomontage).
König Charles III. greift bei seinem kleinen Bruder Prinz Andrew durch. Für ihn gibt es keinen Weg zurück als aktiver Royal (Fotomontage). © i Images/Imago & PA Images/Imago

Einen weiteren Beweis für Andrews finale Isolation wird darin gesehen, dass er bei der anstehenden Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Kenotaph fehlen wird. Von allen offiziellen Pflichten entbunden, spielt er keine Rolle mehr. Andrew hatte mehrfach versucht, seine „Rückkehr ins öffentliche Leben mit der Queen zu besprechen“, so der Insider. Bei manchen Gelegenheiten hätte sie sich versöhnlich geäußert, noch häufiger aber sofort das Thema gewechselt

Remembrance Day: Daher kommt die Tradition, rote Mohnblumen zu tragen

Am 11. November findet der britische Volkstrauertag statt, seit vor rund 100 Jahren das deutsche Kaiserreich im Ersten Weltkrieg kapitulierte. Seit 1920 ist der Tag im britischen Empire ein nationaler Gedenktag und wird als Remembrance Day (Erinnerungstag) oder Poppy Day (Mohnblumentag) begangen. Mit dem Tragen einer kleinen roten Mohnblüte soll an die Gefallenen der beiden großen Weltkriege gedacht werden. Die Feierlichkeiten werden am Kenotaph, dem Kriegerdenkmal in Whitehall in London begangen.

Als im Ersten Weltkrieg die ersten britischen Gefallenen in provisorischen Grabhügeln in Flandern beigesetzt wurden, blühte kurz darauf der Klatschmohn. Der kanadische Offizier John McCrae (45, † 1918) verfasste 1915 im Gedenken an seinen besten Freund Alexis Helmer, der an einem Granatsplitter gestorben war, ein Gedicht. Darin beschreibt er die blühenden Mohnfelder zwischen den Grabkreuzen in Flandern. Das bekannte Gedicht „In Flanders Fields“ soll auch an die vom Blut der Soldaten getränkten Felder erinnern.

Auch beim britischen Volk hat der Herzog von York seine Karten verspielt

So naiv es auch klingen mag, er hatte immer die Hoffnung, seine Position als hochrangiger Royal wiederzuerlangen“, so die Quelle weiter. Bei dem Treffen sagte Charles ihm, dass er weggehe und ein gutes Leben führen könne, ein schönes Leben, aber dass sein öffentliches Leben als Royal zu Ende sei. Ihm wurde gesagt: „Du musst das akzeptieren“. Es wurde ruhiger um den zweifachen Vater. Berichten zufolge spielte er Golf und wurde bei Ausritten rund um die Royal Lodge gesichtet.

Es scheint nun Pläne zu geben, sogar per Gesetzesänderung zu verhindern, dass Prinz Andrew oder der nicht aktive Prinz Harry (38) den Monarchen bei Bedarf vertreten können. Prinz Andrew wird inzwischen auch vom britischen Volk vorgeworfen, dass er noch keine Wohltätigkeitsarbeit geleistet hat, obwohl er sich verpflichtet hat, seinen Skandal um sexuellen Missbrauch wiedergutzumachen. Der Herzog von York hat ein Fehlverhalten immer bestritten, zahlte aber eine hohe Summe, um den Streit außergerichtlich beizulegen. Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, wikipedia.org

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