+
Frank Elstner zu Gast bei Markus Lanz

„Wetten, dass...?“-Erfinder in ZDF-Talk

Frank Elstner spricht bei Lanz über skurrile Aktion - danach war ihm bewusst, dass er krank ist

Seit „Wetten, dass...?“ ist Frank Elstner aus der deutschen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. In der Talkshow von Markus Lanz gab der Moderator nun ein ergreifend ehrliches Interview. Die Zuschauer sind gerührt. 

Aufrecht sitzt er da, in legerem jeans-blauen Jackett und mit demselben charmanten Lächeln wie immer. Auf den ersten Blick wirkt Frank Elstner unverändert. Erst bei genauerem Hinsehen fällt auf: Seine Hände zittern. 

Vor Kurzem erst hat der beliebte TV-Moderator seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht. Bei seinem ZDF-Kollegen und engem Vertrauten Markus Lanz sprach Elstner nun völlig offen über sein Leben, die niederschmetternde Diagnose und seine Ängste. 

Frank Elstner: Anfangs haben nicht mal die Ärzte seine Parkinson-Krankheit erkannt

Seit fünf Jahren muss der „Wetten, dass...“-Moderator nun schon mit der Krankheit leben, anfangs noch unbemerkt. Er sei Weltmeister im Verdrängen gesteht er, habe den Beginn und die ersten Anzeichen zunächst gar nicht wahrgenommen - zumal die Ärzte anfangs nicht mal erkannt hätten, dass er wirklich an Parkinson leide. 

Erst als er vor drei Jahren beim Schlafwandeln im Badezimmer eines Freundes aufgefunden wurde und dort mitten in der Nacht die Handtücher sortierte, wurde ihm bewusst, dass etwas nicht stimmte. Schlafwandeln und Parkinson könnten laut Elstner nämlich miteinander in Verbindung gebracht werden. Als ihn dann beim Essen die ersten Bissen von der Gabel fielen, musste er sich endgültig eingestehen, dass etwas anders ist. 

Enttäuschung statt Verzweiflung bei Frank Elstner nach der Diagnose

Trotzdem möchte Elstner nach seiner Parkinson-Diagnose nicht von Verzweiflung sprechen - eher von Enttäuschung. Schließlich habe er sich sehr bemüht, sich gut zu ernähren, Sport zu treiben und gesund zu leben. 

Nun versuche er, alles so leicht als möglich zu nehmen, erzählt der 77-Jährige. Aber es mache nun keinen Sinn mehr, zu lügen. Er wisse, dass sein Parkinson-Geständnis durch die Medien gehen würde, „aber da muss ich jetzt durch!“.  

Er habe nur Angst, eines Tages im Restaurant zu sitzen und von den Leuten beobachtet zu werden, weil die nur darauf warteten, bis ihm das Essen von der Gabel falle. 

Frank Elstner zu Parkinson-Krankheit: „Jetzt gehör‘ ich hald dazu“

Ansonsten geht Elstner fast schon flapsig mit seiner Krankheit um. 200.000 Parkinson-Patienten gebe es in Deutschland, „jetzt gehör‘ ich halt dazu!“. 

Natürlich gebe es unangenehme Momente, aber er versuche, die Angst zur Seite zu boxen. Ganz gelinge das aber nicht immer. So sei seine größte Sorge, dass er eines Tages nicht mehr selbstbestimmt leben könne. Mit Parkinson werde es morgen nie mehr so sein wie früher, weiß der Moderator, man könne in keinem Fall voraussagen, was zu erwarten sei und müsse fortlaufend mit Verschlechterungen rechnen. Noch habe er aber glücklicherweise keine Ausfallserscheinungen. 

Bei Markus Lanz (ZDF): Elstners Erklärung für seine Erfolge

Und auch von seiner Arbeit in den Medien scheint sich Elstner noch nicht trennen zu wollen. Immerhin habe er auch sehr hart für den Erfolg gearbeitet. 

„Ich habe nie etwas geschenkt bekommen“, erinnert sich Elstner. Auch durch harte Zeiten habe er gehen müssen. Beispielsweise, nachdem er als Einziger seiner Schule durchs Abi gefallen war und sein geplantes Theaterstudium an den Nagel hängen musste. Da habe er schon ganz schön viel getrunken - aber auch immer weitergekämpft. Er wusste, mit Fleiß könne er ausgleichen, was er von alleine nicht könne. 

Und dieser Fleiß sollte sich auszahlen. Als Erfinder und Moderator der beliebten Unterhaltungs-Show „Wetten, dass...?“ wurde Elstner zu einem der beliebtesten Köpfe im deutschen Fernsehen. Seinen Erfolg der Sendung erklärt sich Elstner durch sein Interesse an den Gästen, die man immer in den Mittelpunkt stellen müsse: „Ich habe als Moderator den Zuschauer gespielt“. 

Frank Elstner und Markus Lanz redeten über die Vergangenheit des Entertainers.

„Wetten, dass...?“-Erfinder gesteht: „Ich habe den Frank Elstner nur gespielt“

Doch nicht nur den Zuschauer hat der „Wetten, dass...?“-Erfinder gespielt, sondern auch sich selbst. So gesteht er, auch Frank Elstner sei nur eine Rolle gewesen. In Wirklichkeit heißt er nicht mal so. Eigentlich wurde er nämlich auf die Namen Tim Franz Maria getauft. 

Möglicherweise war es auch eben jenes Schauspielern, das Elstner geholfen hat, mit dem riesigen Erfolg und dem ganzen medialen Trubel um seine Person umgehen zu können. Der Moderator erklärt nämlich, vor jeder Sendung bereits im Voraus tagelang aufgeregt gewesen zu sein. Wenn er wusste, dass er am Samstagabend Sendung habe, habe er bereits am Donnerstag schon nicht mehr schlafen können.

 Social-Media-Nutzer gerührt und begeistert

Dennoch scheint Elstner auch nicht ohne Medien zu können. So verkündete er außerdem, nun einen eigenen Youtube-Channel zu betreiben, auf dem er auf verschiedene spannende Persönlichkeiten treffe - ein Projekt mal ganz ohne Live-Publikum. 

Selbiges ist aber nach wie vor begeistert von seinem TV-Liebling. „Herr Elstner ist eine Fernsehlegende“, schreiben die User in den Kommentaren zu seinem Youtube-Kanal. 

Auch die ZDF- Zuschauer sind berührt von Elstners Ehrlichkeit. Beispielsweise heißt es auf Twitter:  „Ich bin einfach nur geflasht von Ihrer tollen Art und Offenheit“ oder „Sehr schönes, bewegendes und auch humorvolles Gespräch! Mein Respekt!!!“

Bereits in der ersten Folge seines neuen Youtube-Channels rührte Frank Elstner sein Publikum genauso wie seine Gäste. 

Ähnlich ernste Sorgen hat auch die norwegische Königsfamilie, denn auch Kronprinzessin Mette-Marit ist schwer krank

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare