»Vize«

Tom Weber Altersklassen-Zweiter bei deutscher Meisterschaft

Tom Weber und Tanja Weber ließen am Wochenende mächtig aufhorchen. Die Wetterauer Triathleten waren im Allgäu am Start - und holten gute Platzierungen.
23. August 2017, 16:00 Uhr
Seine Bergqualitäten beweist Tom Weber (vorne) beim vier Kilometer langen Anstieg nach Freundpolz. (Foto: sportfotograf.com)

Im Rahmen der 35. Auflage des Allgäu-Triathlons in Immenstadt gingen neben der olympischen Distanz und einem Sprinttriathlon die deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz über die Bühne. Dementsprechend gut war das Rennen des »Allgäu-Classic« mit über 600 Startern besetzt: Mit der Schweizerin Daniela Ryf und Jan Frodeno waren die beiden Hawaii-Weltmeister am Start. Die heimischen Starter trumpften mit starken Schwimm- und Radzeiten auf. Tom Weber vom Triathlon Wetterau schaffte es in seiner Altersklasse 18 sogar auf den zweiten Platz.

Er und Vereinskollegin Regina Kaurisch stellten sich der Herausforderung des seit 1983 ausgetragenen Klassikers über 1,9/80/ 20 Kilometer. Dabei gehört das Rennen zu einem der härtesten in Deutschland, weist die Radstrecke doch knapp 1300 Höhenmeter auf. Weber, der sonst in der 2. Bundesliga-Mannschaft ausschließlich über Sprintdistanzen startet, gab seine Premiere über die vierfache Streckenlänge. Der 19-Jährige lief nach 1,9 km Schwimmen im Großen Alpsee nach 26:09 Minuten als Neunter des Männerfeldes zu seinem Rad. Hier galt es, sogleich nach zwei km in Immenstadt den Kalvarienberg (17 Prozent Steigung) zu bezwingen. Bei Kilometer 16 wartete die nächste Hürde: Ein vier km langer Anstieg hinauf nach Freundpolz.


Schwalheimerin Kaurisch am Ende ihrer Kräfte

Angespornt durch die zahlreichen Zuschauer, die mit Kuhschellen, Live-Musik oder Alphörnern die Athleten anfeuerten, realisierte Weber mit 2:29:53 Stunden ein starke Radzeit und ging als 24. auf die Laufstrecke. Auch diese war keineswegs flach, sondern wellig und wies als Härtetest den Kuhsteig auf, eine kurze knackige Steigung mit Crosscharakter. Für Tom Weber war jetzt nur noch Durchkommen angesagt: »Meine Beine waren anfangs sehr schwer, nach einigen Kilometern konnte ich aber im 4:30er-Schnitt laufen, ehe am Kuhsteig ein Krampf mein Tempo bremste«, sagte der 19-Jährige erschöpft, aber zufrieden im Ziel. Nach 4:36:31 Stunden feierte der Niddataler als Zweiter der AK 18 am Alpsee die Silbermedaille. Im gesamten Starterfeld platzierte sich der Zweitliga-Starter auf dem respektablen 56. Platz.

Regina Kaurisch ging in der Altersklasse 55 ins Rennen. Mit Platz 34 und 36:55 Minuten lief es im Schwimmen gut. Auf dem Rad spielte sie mit 3:12:57 Stunden ihre Stärke aus und profitierte von den für Allgäu-Verhältnissen eher »brasilianischen« Wetterbedingungen mit Sonne und trockenen Abfahrten. In der dritten Disziplin machte sich der Trainingsrückstand bemerkbar, immer wieder musste die Schwalheimerin Gehpausen einlegen.

Nach 6:16 Stunden durfte sie den Zieleinlauf am Alpsee genießen und platzierte sich auf DM-Platz fünf der W 55. »Ich habe immer wieder Gels und Riegel zu mir genommen, aber im Laufen ging muskulär einfach nichts mehr«, sagte Kaurisch.

 

Glückwünsche von Frodeno

 

Tanja Weber indes ging über die olympische Distanz an den Start. Mit 170 Starterinnen wies der »Allgäu Olymp« den größten Frauenanteil aller Wettbewerbe auf. Nach 26:09 Minuten für die 1500 Meter im 19,9 Grad warmen Alpsee wechselte sie nach schnellem Schwimmauftakt als Elfte aufs Rad. Hier erklomm sie die harten Anstiege über die 42 Radkilometer mit 650 Höhenmetern scheinbar mühelos und ging auf Position neun auf die Laufstrecke über zehn km. Mit schweren Beinen verlor sie in ihrer schwächsten Disziplin vier Plätze. Auf Gesamtplatz 13 dürfte sie sich im Zielkanal von Weltmeister Jan Frodeno, der unmittelbar vor Weber als Sieger der Deutschen Meisterschaft einlief, gratulieren lassen und das Medienspektakel genießen. Zudem holte Tanja Weber in 2:50:26 Stunden den Sieg in der W 45 und nahm bei der Siegerehrung eine Allgäuer Kuhschelle in Empfang. Achter der M 60 wurde Harald Jörg vom LT Butzbach in 3:31 Stunden. Linda Steinbuch erreichte mit Doris Kurzke-Jörg den fünften Platz der weiblichen Staffeln über die olympische Distanz.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Jan Frodeno
  • Olympiade
  • Schwimmsport
  • Sport-Mix
  • Triathleten
  • Tanja Weber
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.