Droste setzt sich beim »Stadttheater« durch

(die) Erneuter Heimsieg beim Radrennen »Rund um das Stadttheater«: Nach Moritz Schütz im Vorjahr hat sich nun Jan-Niklas Droste den »Großen Preis der Sparkasse Gießen« gesichert. »Das war richtig schwer heute«, sagte der ehemalige Radprofi im Trikot der RSG Gießen und Wieseck.
14. September 2015, 16:43 Uhr
Die Elite ist bei Nieselregen rund um das Stadttheater unterwegs, an zweiter Position Gerrit Henrich, im Hintergrund sein Vereinskollege und spätere Sieger Jan-Niklas Droste. (Foto: Friedrich)

Ein Ausreißer-Duo hatte ihm während der 80 Runden rund um das Stadttheater wertvolle Punkte und damit beinahe auch den Tagessieg weggeschnappt. Doch vor dem Finale drückte Droste dem Rennen mit einem Kraftakt seinen Stempel auf und hatte auch im Schlussspurt die richtige Taktik mit der dazugehörigen Kraft in den Beinen.

Gutes Gespür für den Rennverlauf bewies am Vormittag auch schon der heimische Nachwuchs: Tim Nissel von der RV Gießen-Kleinlinden sicherte sich den Sieg im Rennen der Schüler U11. In einem packenden Sprintfinale wurde das zeitgleich gestartete Rennen der U13-Fahrer entschieden, in dem Thorben Jost von der RSG Gießen und Wieseck nach 32:57 Minuten nur knapp Hannah Buch von der Tuspo Weende Göttingen unterlag, nachdem er sich im Verlauf der 25 Runden immer wieder an den Prämiensprints auf der Johannesstraße beteiligt hatte. In der U15-Klasse zeigten Neuzugang Lennert Richtberg von der RSG Gießen und Wieseck und Florian Wiegand von der RV Gießen-Kleinlinden großen Kampfgeist.

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Sein Können einmal vor heimischem Publikum zu zeigen, bewegte den Vetzberger Niclas Zimmer von der RSG Gießen und Wieseck zu einer Nachmeldung für das Jugendrennen der U17. Der Mountainbiker machte zwischen den erfahrenen Straßenfahrern eine gute Figur und lag bis zur Hälfte des 50 Runden langen Rennens sogar in Führung. Als finaler Vierter musste er den stärkeren Sprintern das Siegerpodest knapp überlassen.

Weil er bereits zahlreiche Punkte eingefahren hatte, stand Marco Lenck vom Sebamed Racingteam früh als Sieger des 25 Runden dauernden Hobbyrennens fest. Dahinter freute sich Dirk Rademacher vom »Deko Sport« Leihgestern über Platz zwei.

Im Rennen der Junioren entschieden sich trotz zahlreicher namhafter Parallelveranstaltungen an diesem Tag noch Fahrer aus Unna, Oberhausen und Berlin für einen Start in Gießen. Das machte Neuzugang Moritz Horn (RSG Gießen und Wieseck) das Rennen zwar noch etwas schwerer – sein Kampfgeist wurde jedoch mit Platz 16 belohnt. Im einsetzenden Regen kam es dann zu einigen Stürzen, die jedoch alle glimpflich verliefen. »Die Stürze passierten wegen Fahrfehlern, weil Fahrer zu eng oder zu schnell in die Kurve gingen«, erkannte Thomas Hockauf, der sich als amtierender Vizeeuropameister im Radcross mit rutschigem Untergrund bestens auskennt und seine Erfahrung als Vierter der Masterskategorie (Senioren II/III) umsetzen konnte, während das Podium durch Lars Götzler (RSV Nassovia Limburg), den Wißmarer Martin Fischer (RSC Frankfurt) und Thomas Hädrich (RC Fulda) trotzdem fest in hessischer Hand war.

Zum »Preis der Stadt Gießen« für die Elitefahrer der C-Klasse musste Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz dann den Regenschirm öffnen, und der Regen hielt auch während der 80 veranschlagten Runden an. Nach Stürzen, Defekten oder weil sie ihre Chance davonschwimmen sahen, dezimierte sich das Fahrerfeld zusehends, was zur seltenen Situation führte, dass von 22 im Rennen befindlichen Fahrer 18 Mann mit Punkten aus Wertungssprints kamen. Dazwischen mischte Radek Nickel von der RSG Gießen und Wieseck als Einzelkämpfer mit und fuhr mit Platz sechs ein achtbares Ergebnis ein.

»Das sieht hart aus«

Mit viel Vorfreude gingen das Ausrichter-Duo Jan-Niklas Droste und Gerrit Henrich sowie Alister Clay von der RV Gießen-Kleinlinden, der in der Vorwoche mit Platz zwei seinen Klassenerhalt geschafft hatte, in den »Großen Preis der Sparkasse Gießen«, den Grabe-Bolz und Ilona Roth von der Sparkasse Gießen eröffneten. Die Elitefahrer der A- und B-Klasse mit den Profis der Kontinental-Teams wollten gerade die erste von 80 Runden abschließen, als ein Sturz für unverhofft frühe Spannung sorgte. Die Lokalmatadore Clay und Droste waren eingangs der Johannesstraße gestürzt und in die Absperrung gerutscht. Während Droste die sogenannte Rundenvergütung nutzen und nach einer Runde an gleicher Position wie zuvor wieder einsteigen konnte, war das Rennen für Alister Clay mit Prellungen und Abschürfungen beendet. »Das sieht hart aus«, kommentierte Vorjahressieger Moritz Schütz aus den Reihen der Zuschauer die verregnete Tempojagd der Höchstligafahrer, und mit jeder Runde wurde deutlicher, dass der Tagessieg ein schweres Stück Arbeit werden würde. Zwischen den starken Teams aus Betzdorf und Melsungen mussten Droste und Henrich mit ihren Kräften haushalten. So setzte sich Robin Fischer vom RSV Limburg im Trikot des Bundesligateams GF-Pro Fachklinik Dr. Herzog zur Hälfte des Rennens als Ausreißer ab. In Christian Noll vom RSC Betzdorf bekam er dann noch einen Begleiter. Ihr dabei immer voller werdendes Punktekonto ließ bei Droste zehn Runden vor Schluss die Alarmglocken klingeln – und er setzte all seine Kraft in die Nachführarbeit. Auch er hatte in Philipp Sohn (Melsunger TG) vom Regio Team SF einen guten Begleiter, sodass aus der Fluchtgruppe und dem Verfolgerduo ein Quartett entstand, das das Finale unter sich ausmachte. Platz drei im finalen Spurt reichte aus, um sich den Heimsieg zu sichern. Vor Sohn und Noll durfte sich Droste damit den traditionellen Siegerkranz der jüngsten Auflage von »Rund um das Stadttheater« umlegen.

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