Handball

»Freue mich auf die Jungs aus der Region«

Christian Rompf musste nicht lange überlegen. Der Linksaußen des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar hat sofort zugesagt, als er die Möglichkeit bekam, in der Mannschaft der Gießener Allgemeinen/Wetterauer Zeitung in New York City am »Big Apple Team Handball Tournament« teilzunehmen.
21. Oktober 2011, 18:33 Uhr
IN NEW YORK IM EINSATZ wird auch der Wetzlarer Bundesligaspieler Christian Rompf sein, der schon am vergangenen Neujahrstag im Team der Bundesligaauswahl gegen die Weltauswahl auf Torejagd ging. Die Gewinner des Castings der AZ/WZ werden im Riverbank State Park gemeinsam mit dem Linksaußen im Team der Gießener Allgemeinen/Wetterauer Zeitung um den Turniersieg kämpfen. (Pfliegensdörfer)

 »Ich komme aus der Region und finde es eine coole Idee der Gießener Allgemeinen, dass sie es den vielen handballverrrückten Spielern in Mittelhessen ermöglicht, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein«, sagt der Profi, der in der Jugend der SG Langgöns/Dornholzhausen mit seinem Sport begonnen hat. Von dort wechselte Rompf, der aus einer Handballerfamilie stammt, früh zur HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und durfte schon als 17-jähriger Jugendspieler unter Coach Velimir Petkovic erstmals im Oberhaus auf das Spielfeld. Ausgerechnet gegen den THW Kiel. Nach einiger Zeit im erweiterten Kader und einem Jahr Doppelspielrecht beim heimischen Oberligisten TSF Heuchelheim hat Rompf mittlerweile den Sprung zu den Profis geschafft. In der vergangenen Saison, als sich Kevin Schmidt, Rompfs Konkurrent auf Linksaußen, verletzt hatte, hatte der Langgönser maßgeblichen Anteil am Höhenflug seiner HSG. In dieser Spielzeit lief es für den 24-Jährigen allerdings noch nicht so gut, da Schmidt in den vergangenen Spielen die meisten Spielanteile erhielt. Für den ehrgeizigen Rechtshänder ist das aber kein Grund, Trübsal zu blasen.

Christian, du wirst zum Jahreswechsel in New York City im Team der Gießener Allgemeinen Zeitung stehen. Was war der Grund für die schnelle Zusage?

Christian Rompf: »Weil es eine coole Sache ist. Im vergangenen Jahr waren Mannschaften aus Nord-, Süd- und Westdeutschland dabei. Ich finde es super, dass die Gießener Allgemeine jetzt ein Team aus Mittelhessen stellt, denn hier ist Handball eine große Sache. Ich freue mich darauf, in New York mit vielen Jungs aus der Region zusammen zu spielen, wahrscheinlich werde ich die meisten kennen. Ich bin schon ganz gespannt, wer sich alles um einen Platz bewerben wird.«

Auf was freust du dich am meisten?

Christian Rompf: »Das ist schwer zu sagen. Ich freue mich darauf, Leute aus der Bundesliga zu treffen, die ich im vergangenen Jahr kennegelernt habe. Aber natürlich auch auf das Drumherum. Times Square, die Feier in der Tonic Bar. In New York ist alles super.«

Auch das Turnier?

Christian Rompf: »Klar. Wir spielen da und haben richtig Spaß, obwohl wir natürlich auch gewinnen wollen. Schon im vergangenen Jahr hat es riesen Spaß gemacht, bei dem Amateurturnier mitzuspielen, obwohl ich nur zwei Spieler kannte. Wenn jetzt im Team der Allgemeinen viele Jungs aus der Region dabei sind, macht es sicher noch mehr Spaß.«

Hilft dieses Event dabei, Handball in den USA populär zu machen?

Christian Rompf: »Das weiß ich nicht. Handball ist dort eine winzige Randsportart. Es ist schwer, daran etwas zu ändern.«

Hast du schon einige New-York-Tipps für die möglichen Gewinner?

Christian Rompf: »Die Stadt ist der Wahnsinn. Ich würde immer wieder nach New York fliegen. Man bekommt in den vier Tagen dort nur einen ganz kleinen Einblick. Unser Hotel ist absolut zentral, so dass man sehr schnell am Rockefeller Centre oder am Empire State Building ist. In zwei, drei Minuten ist man zu Fuß im Central Park oder auf der Fifth Avenue und da gibt es einen coolen Laden nach dem anderen.«

Und die Silvesterparty…

Christian Rompf: »…wird eine gute Party. Man trifft viele Handballer. Für die Amateurspieler wird das eine große Sache, denn sie können mit Weltklassespielern feiern und sie ein bisschen kennenlernen. Was am Times Square abgeht, ist sowieso der Hammer. Ich kannte das ja auch nur aus dem TV, aber das es so extrem ist, hätte ich nie gedacht. Wir saßen um 7 Uhr auf dem Zimmer und konnten von da auf den Times Square gucken. Da haben Menschenmassen gewartet in langen Schlangen. Alles dicht. Die konnten die Bühne von hinten nicht mal erahnen. Zum Glück haben wir einen VIP-Zugang und konnten an der Menge vorbei in unsere Bar.

Die New Yorker stehen dort stundenlag, um die berühmte Kugel fallen zu sehen. Hast du sie auch gesehen?

Rompf: »Leider nicht. Aber das ganze Konfetti, das von den Hochhäusern heruntergeschossen wurde, das hat schon gereicht. Aus dem Nichts regnet es überall Konfetti. Diese Bilder werde ich nie vergessen. Ganz ehrlich, ich kann keinen Handballer verstehen, der sich nicht für diese Reise bewirbt.« (mac)

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