Verrücktes Spiel

Gießen 46ers Rackelos schlagen FC Bayern München II erneut

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Der FC Bayern München II scheint den Gießen 46ers Rackelos zu liegen. Auch wenn der Erfolg keinesweg so leicht zustande kam, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
07. Dezember 2017, 07:05 Uhr
Leo Vrkas (Gießen 46ers Rackelos) im Duell mit dem österreichischen A-Nationalspieler Marvin Ogunsiepe (r.). (Foto: mv)

Was für ein verrücktes Spiel: Im zweiten ProB-Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern München II innerhalb von vier Tagen erwischen die Gießen 46ers Rackelos in der heimischen Osthalle zunächst einen Topstart mit über 20 Punkten Vorsprung, danach verspielen sie das üppige Polster kurz vor dem Spielende vollständig – nur um in einem finalen Schlussspurt doch noch als 90:78 (48:33)-Sieger vom Feld zu gehen. Doch dieser zweite Erfolg innerhalb weniger Tage klingt bei weitem deutlicher, als er tatsächlich war.

Aber der Reihe nach: Gießen begann das erste Rückrundenspiel hellwach, spielte seine Systeme durch und traf hochprozentig. Vor allem unter den Brettern zeigten sich die Hausherren dominant. So lagen die Trefferquoten lange Zeit deutlich über 70 Prozent im Zweierbereich und bei über 80 Prozent bei den Freiwürfen.

 

Gäste bekommen keinen Stich

 

 

Gleichzeitig zeigte sich die Truppe der Trainer Rolf Scholz und Lutz Mandler in der Defensive bissig, was den Gästen keinen Stich ermöglichte. Entsprechend zogen die Rackelos ab der siebten Minute beinahe spielerisch leicht von 14:13 auf 37:16 nach 14 Minuten davon. Doch nun brachte ein unsportliches Foul gegen Nick Hornsby, der in der ersten Hälfte mit 17 Punkten und fünf Rebounds ein Topspiel ablieferte, einen kleinen Bruch. München gelangte mit einem kleinen Lauf zurück in die Partie und verkürzte zur Pause auf 33:48.

Aber die Rackelos fingen sich wieder und hielten ihren Vorsprung konstant bis zum 64:48 in der 27. Minute. Bei diesem Stand kassierte der gute Johannes Lischka sein viertes Foul, woraufhin ihn die Coaches auf die Bank beorderten, um ihn für die Crunchtime bereithalten zu können. Doch dies brachte den zweiten Bruch: Schon in der 30. Minute erzielte Bayern-Spieler Karim Jallow, der mit 25 Punkten Topscorer wurde, mit einem Dreier das 63:67 aus Münchner Sicht. Und in der 35. Minute war es erneut Jallow, der sogar den 72:72-Ausgleich markierte – der komplette Gießener Vorsprung war somit futsch, das Spiel schien gekippt.

 

Lischka holt Momentum zurück

 

Aber das Trainergespann nahm zur rechten Zeit eine Auszeit: »Wir haben da am Pick-and-roll gefeilt und gesagt, dass die Jungs gegen den Münchner Druck fighten müssen«, erklärte Mandler. Und Scholz ergänzte: »Außerdem hat Johannes Lischka zu den Jungs gesagt: »Let’s bring back the momentum« – und genau das haben sie getan: Johannes kam wieder aufs Feld, machte den ersten Korb, und damit hatten wir uns wiedergefunden.« Denn der Korbleger Lischkas leitete einen 11:0-Lauf auf 83:72 ein, womit die Partie doch noch gewonnen war.

»Dass Bayern zurückkommen kann, war uns klar. Wir haben eine tolle Reaktion gezeigt und den Arbeitssieg geholt. Wir sind zufrieden«, sagte Scholz.

Damit haben die Rackelos bereits jetzt üppige zehn Punkte Vorsprung auf die Playdown-Ränge, und das bei nur noch zehn verbleibenden Punktspielen.

Gießen: Kraushaar (2; 10 Assists), Taylor (25/1), Pjanic (10), Okpara (10), Lischka (18), Schick (1), Vrkas, Hornsby (24/3; 10 Rebounds).

München: Weidemann (14/1), Beyschlag (12/2), Gegic, Jebens (8), Vrcic, Kropp, Rauch (2), Burkardt (5/1), Ogunsipe (12/1), Jallow (25/1).

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