Ralf Rennert †

»Einer der größten Fußballer in Gießen«

Ralf Rennert war in der Region einer der bekanntesten Fußballer. Am Wochenende ist der ehemalige Stürmer aus Gießen im Alter von 54 Jahren gestorben.
17. Dezember 2017, 20:26 Uhr
Ralf Rennert im Trikot des 1. SC Sachsenhausen im Jahr 2002. (Foto: Archiv)

Er galt als einer der begnadesten Fußballer im Kreis Gießen: Ralf Rennert. In der Nacht zum Sonntag ist der ehemalige Stürmer kurz nach seinem 54. Geburtstag am Donnerstag einem Krebsleiden erlegen.

»Es war ein echter Weststädter. Ein Straßenfußballer hoch drei«, sagt Klaus-Dieter Adams vom 1. SC Sachsenhausen, bei dem Rennert seine Jugendzeit verbracht hat: »Er war einer der größten Fußballer, die wir in Gießen hatten.« Später wechselte Rennert zum ASV Gießen, führte mit weiteren bekannten Kickern wie Bernd Lutz oder Michael »Mocka« Meyer den Weststadtklub bis in die Landesliga. Einer, der mit ihm damals auf dem Platz stand, war Dirk Speier. »Einen besseren Stürmer habe ich in meiner ganzen Laufbahn als Spieler und Trainer nicht erlebt. Ralf war eine Ikone«, erinnert sich Speier, der später auch Rennerts Coach bei der FSG Mücke/Merlau war. »Er und Markus Kersten haben damals zusammen weit über 100 Tore in einer Saison geschossen.«

Viele Experten des heimischen Fußballs sind sich einig: Rennert hätte es mit mehr Disziplin in den bezahlten Fußball geschafft. »Ihm hat ein Mentor gefehlt, der ihm sagt, wo es langgeht«, meint Speier: »Angebote hat der Ralf gehabt. Er hat sie nur nicht angenommen, weil er eben auch immer seinen Spaß haben wollte.« Auch Adams glaubt: »Mit der richtigen Führung hätte er es sehr weit bringen können. Er war technisch einfach besser als alle anderen.« Speier erinnert sich gerne an den Auftritt des ASV beim Hallenturnier in Dutenhofen Anfang der 90er Jahre: »Der Karli Feldkamp hat den Ralf gesehen und wollte ihn sofort mit nach Kaiserslautern in die Bundesliga nehmen. Aber der Ralf wollte das nicht.«

Rennert war einer dieser Typen auf und neben dem Platz, die es nur selten gibt. Er hat das Trikot vieler heimischer Klubs getragen. So auch das des TSV Klein-Linden. »Der TSV trauert um einen der besten Fußballer, der je an der Pfingstweide gegen den Ball getreten hat«, schreiben die Kleinlindener auf ihrer Facebook-Seite. »Trotz seiner Krankheit kam er Sonntag für Sonntag zu unseren Spielen«, postete der FC Turadin/Babylon, bei dem Kevin Rennert, einer von zwei Söhnen des Verstorbenen, kickt. (Foto: Archiv)

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