Keine dummen Fehler erlauben

Das Schlüsselspiel

Gegen Jena geht's für die Gießen 46ers in Sachen Qualifikation für die Playoffs fast schon um alles. Hier gibt's die sechs wichtigsten Punkte zum Schlüsselspiel.
17. März 2017, 07:46 Uhr
Bereit für einen heißen Tanz in Jena – die 46ers-Spieler (v. l.) Joshiko Saibou, Dwayne Evans und Skyler Bowlin. (Foto: Vogel)

Die Ausgangslage: Gegen Bremerhaven kehrten die Gießen 46ers in die Erfolgsspur zurück. Am Freitag (19 Uhr) müssen die Gießener bei Science City Jena nachlegen, um im Playoff-Rennen der BBL zu bleiben. Denn bei einer Niederlage könnten die derzeit achtplatzierten Ludwigsburger ihren Vorsprung auf drei Siege ausbauen und damit die Teilnahme am Viertelfinale fast sicher machen. Leicht wird es gegen die Thüringer nicht.

Der Gegner: Ein beliebtes Filmthema sind die alternden Gangster, die noch einen letzten Coup landen wollen, bevor sie die Verbrecherkarriere an den Nagel hängen. Würde dafür in der BBL eine Besetzung gesucht, fände man fast das komplette Ensemble in Jena: Mit Julius Jenkins, Immanuel McElroy (beide 36 Jahre alt) und Wayne Bernard (35) hätte man den Rentnertrupp beisammen, dazukäme mit Marcos Knight ein Schützling der Alten, der sich nun gemeinsam mit ihnen beweisen muss und alle Erwartungen übertrifft. Wie alt die Truppe ist? Gegen Jenkins spielte 46ers-Coach Denis Wucherer noch selbst, als der Amerikaner in Belgien für Bree auflief, während Wucherer für Oostende spielte. Mit diesem Quartett als Hauptverantwortlichen hat der Aufsteiger schon lange nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun und sich stattdessen an die Playoff-Plätze herangepirscht: Mit einem Sieg Rückstand auf die 46ers liegt Jena, trainiert vom ehemaligen Gießener Coach Björn Harmsen, auf dem elften Rang, gewann unter anderem in Berlin und Ludwigsburg.

Das Fragezeichen: Marcos Knight ist ein Star auf Abruf in Jena: Seit Monaten ranken sich die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang des Schlüsselspielers der Thüringer, erst recht, seit der Klassenerhalt zu 99 Prozent gesichert ist. Mit seinem beeindruckenden All-around-Spiel (18,4 Punkte, 6,5 Rebounds, 3,1 Assists) hat sich der zweitbeste Punktesammler vor allem im Ausland eine große Anzahl von interessierten Teams geschaffen, die den US-Amerikaner nur zu gerne schnellstmöglich verpflichten würden. In Jena hofft man derweil offensichtlich noch auf ein Angebot, das die Kasse ordentlich klingeln lässt: Die Verantwortlichen machen schon länger keinen Hehl daraus, beim richtigen Betrag ihrem Guard gerne die Freigabe erteilen zu wollen. Damit liefe der vorzeitige Abgang von Knight dieses Jahr deutlich harmonischer ab als noch in der Vorsaison: Damals erzwang der 27-Jährige den Abschied aus Heidelberg nach Jena, indem er bei den Kurpfälzern einfach nicht mehr zum Training und Spielen erschien.

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Das Hinspiel: Cameron Wells überragte am ersten Spieltag der Saison offensiv: 23 Punkte, fünf Rebounds, sechs Assists und kein Ballverlust, zwischenzeitlich an 15 Zählern in Folge im Schlussviertel direkt beteiligt – Gießens Kapitän lieferte im September ein Sahnespiel ab. Klar ist aber auch: Jena ist inzwischen besser in der BBL angekommen – einfacher wird es an der Saale sicher nicht.

Das Lazarett: Benjamin Lischka fehlte die Woche über krankheitsbedingt im Training und wird auch definitiv nicht auf dem Feld stehen.

Das sagt Wucherer: »Wir dürfen uns keine dummen Fehler erlauben, dafür haben sie zu viel Erfahrung. Marcos Knight ist unaufhaltsam, er findet immer Wege, zu scoren, egal ob nach einem Offensivrebound oder per Dreier. Julius Jenkins ist der X-Faktor, wenn er auch noch heißläuft, wird es schwer.« Und weiter: »In den zwei, drei Tagen rund um das Bremerhaven-Spiel habe ich deutlich mehr Anrufe bekommen als sonst – aber nicht so, dass ich mir jetzt unter fünf Angeboten eins aussuchen könnte, eher Familie, Freunde, andere Coaches, die wissen wollten, was da los ist. Da gab es dann Redebedarf an allen Ecken. Ich bin aber froh, dass wir das jetzt hinter uns haben und uns seit Montag voll auf Jena konzentrieren können.«

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