DFB-Pokal 3. Liga

RB Leipzig empfängt die Bayern zum Gipfeltreffen Sandhausen neuer Spitzenreiter Huddersfield siegt weiter Wehen Wiesbaden bleibt oben dabei

20. August 2017, 21:36 Uhr
Mit dem 4:0-Sieg in Dresden hat der SV Sandhausen die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga übernommen. Hier gewinnt Sandhausens Markus Karl (l.) ein Kopfballduell gegen Lucas Röser (Dresden). (Foto: dpa)

Gipfeltreffen im DFB-Pokal: Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München muss in der zweiten Runde beim Vizemeister RB Leipzig antreten. Dies ergab die Auslosung am Sonntag im Fußballmuseum in Dortmund. »Das ist das beste Los, das man sich wünschen kann«, sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. »Wir freuen uns einfach auf einen richtigen Pokal-Fight.« Titelverteidiger Borussia Dortmund muss beim Drittligisten 1. FC Magdeburg antreten.

Eintracht Frankfurt hat eine lösbare Aufgabe erhalten. Die Hessen treffen auswärts auf den Regionalliga-Vertreter 1. FC Schweinfurt.

Die Komikerin Carolin Kebekus, die neben Ziehungsleiter und U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz die Loskugeln aus der Trommel zog, sorgte dafür, dass es im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale zu weiteren interessanten Duellen kommt. Ihrem Lieblingsclub 1. FC Köln bescherte Kebekus ein Auswärtsspiel bei Hertha BSC.

In der Partie VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 treffen ebenfalls zwei Bundesligisten aufeinander, die obendrein niedersächsische Rivalen sind. Im vierten Duell zweier Bundesligaclubs stehen sich Werder Bremen und 1899 Hoffenheim gegenüber.

Die Spiele der zweiten Pokalrunde werden am 24. und 25. Oktober ausgetragen. Dies bedeutet, dass der FC Bayern und Leipzig innerhalb von weniger als einer Woche gleich zweimal aufeinandertreffen werden. Am 28. Oktober werden sich die Clubs im Kampf um Bundesligapunkte gegenüberstehen, dann allerdings in München.

Die weiteren Begegnungen: VfL Osnabrück – 1. FC Nürnberg, SC Paderborn 07 – VfL Bochum, SV Wehen Wiesbaden – FC Schalke 04, Fortuna Düsseldorf – Bor. Mönchengladbach, FSV Mainz 05 – Holstein Kiel, Bayer Leverkusen – 1. FC Union Berlin, Jahn Regensburg – 1. FC Heidenheim, 1. FC Kaiserslautern – VfB Stuttgart, SpVgg Greuther Fürth – FC Ingolstadt 04, SC Freiburg – Dynamo Dresden.

Der SV Sandhausen steht nach drei Spieltagen überraschend an der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Dabei profitierte der Club vom 2:2-Unentschieden im Topspiel am Sonntag zwischen dem 1. FC Nürnberg und Union Berlin. Das Team von Trainer Jens Keller führte dank der Tore von Simon Hedlund (47.) und Sebastian Polter (66.) bis kurz vor Abpfiff, ehe Hanno Behrens dem »Club« mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+1) zumindest das Remis rettete.

»Im Nachhinein ist das Unentschieden ärgerlich, weil wir bis zwei Minuten vor Schluss noch führen«, klagte Union-Coach Jens Keller. Nürnbergs Last-Minute-Schütze Behrens war am Ende zufrieden. »Auch wenn wir die bessere Mannschaft waren und mehr Torchancen hatten, müssen wir nach dem Spielverlauf mit dem Punkt leben.«

Einen besorgniserregenden Fehlstart legte Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt hin. Die Schanzer warten noch auf den ersten Punkt und sind Letzter. Zwar gelangen beim 2:4 daheim gegen Jahn Regensburg durch Sonny Kittel (52.) und Marvin Matip (58.) die ersten Saisontore. Am Ende ging der Aufsteiger nach Treffern von Joshua Mees (28.), Jann George (73./79.) und Jonas Nietfeld (90.+3) als verdienter Sieger vom Platz.

Klar, dass FC-Trainer Maik Walpurgis immer mehr in den Fokus gerät. Doch Ingolstadts Kapitän Marvin Matip wiegelte ab: »Der Trainer stand nicht auf dem Platz, sondern wir standen auf dem Platz. Jetzt müssen wir endlich mal Gas geben.« Auch Geschäftsführer Harald Gärnter nahm die Spieler in die Pflicht. Die Gründe für die Talfahrt seien vielschichtig: »Wir müssen jetzt kühlen Kopf bewahren. Aber es ist kurz vor Zwölf. Die Mannschaft muss endlich mal zeigen, was sie kann«, sagte Gärnter.

Sandhausen führt nach dem 4:0-Sieg bei Dynamo Dresden das breite Vorderfeld mit sieben Punkten vor den ebenfalls noch unbesiegten Teams aus Düsseldorf, Nürnberg, Darmstadt und Berlin an. Allerdings kann sich Arminia Bielefeld mit einem Heimsieg am Montagabend (20.30 Uhr) gegen den VfL Bochum an die Tabellenspitze setzen.

Einen bitteren Rückschlag musste Dresden beim 0:4 gegen Sandhausen hinnehmen. Gleichwohl feierten die Fans ihr Team. »Da bekommst du 0:4 auf die Fresse und wirst gefeiert als hättest du 4:0 gewonnen«, sagte Trainer Uwe Neuhaus nach der Pleite. »Das tut gut, darf man aber nicht dazu nutzen, dass das Spiel schnell abgehakt wird. Das darf gern jedem einzelnen Spieler noch etwas wehtun«, kommentierte Dynamo-Kapitän Marco Hartmann die positive Fan-Reaktion.

Voll im Plan ist die Düsseldorfer Fortuna, die das Traditionsduell der Ex-Bundesligisten mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern für sich entschied. »Ich bin mit dem Spiel, dem Ergebnis und der Leistung meiner Mannschaft zufrieden«, bilanzierte Trainer Friedhelm Funkel. Sein Kontrahent Norbert Meier ärgerte sich dagegen maßlos über die Gegentreffer.

Der MSV Duisburg feierte am vierten Spieltag mit dem 2:1-Erfolg beim 1. FC Heidenheim den ersehnten ersten Saisonsieg.

Jürgen Klopp genoss den ersten Saisonsieg in der englischen Premier League gleich doppelt. Erst beendete der FC Liverpool vier Tage vor dem eminent wichtigen Playoff-Rückspiel gegen 1899 Hoffenheim durch ein 1:0 gegen Crystal Palace das Gerede von einer möglichen Liga-Krise, dann konnte der deutsche Fußball-Trainer gegen die englischen Medien losledern. »Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, die britische Presse nicht zu lesen«, ätzte Klopp am Samstag.

Die Zeitungen auf der Insel hatten sich nach dem 3:3 zum Start in Watford und auch nach dem 2:1 in Hoffenheim die Defensive der Engländer vorgenommen. »Chaotische Verteidigung«, nannte das »Liverpool Echo« die Reds-Abwehr. Am Samstag gegen Crystal Palace blieb Liverpools Hintermannschaft um den Ex-Schalker Joel Matip und den früheren Augsburger Ragnar Klavan fehlerfrei.

Vor dem Spiel veränderte Klopp im Vergleich zum Hoffenheim-Match sein Team auf fünf Positionen, schonte auch Nationalspieler Emre Can. »Die Gründe für die Wechsel waren eine Kombination aus dem letzten, dem nächsten und dem aktuellen Spiel«, erklärte Klopp seine Rotation. Stürmer Sadio Mané traf nach 73 Minuten und sorgte für die ersten drei Punkte.

Weiterhin nicht dabei war der vom FC Barcelona umworbene Brasilianer Philippe Coutinho. »Nichts Neues«, sagte der Liverpool-Trainer über den am Rücken verletzten Südamerikaner. Der abwanderungswillige Star wird wohl auch am Mittwoch fehlen, wenn es gegen Hoffenheim um den Einzug in die Champions League geht.

Klopps Kumpel David Wagner sorgte mit Aufsteiger Huddersfield Town auch am 2. Spieltag wieder für Furore. Gegen Newcastle United siegte das Team des deutschen Trainers am Sonntag mit 1:0 (0:0) und bleibt mit sechs Punkten und 4:0 Toren auf den vorderen Plätzen. Aaron Mooy sorgte in der 50. Minute für den ersten Huddersfield-Heimsieg in der höchsten englischen Spielklasse seit dem 27. November 1971.

Beim FC Arsenal läuft es dagegen alles andere als rund. Jesé schoss Stoke City zum 1:0-Sieg gegen dominierende Gunners, die mit 77 Prozent Ballbesitz nichts Zählbares zustande brachten.

Nach der Pleite gab es dazu noch scharfe Kritik von TV-Experte und Liverpool-Legende Steven Gerrard an Arsenals Mesut Özil. »Er hat mich frustriert«, schimpfte der frühere englische Nationalspieler. »Er hat ein Weltklasse-Talent, aber macht viel zu wenig daraus.«

Einen Traumstart legte dagegen Manchester United hin. Der 4:0-Erfolg bei Swansea City bedeutete Platz eins mit sechs Punkten und 8:0 Toren. »Im Moment läuft alles gut für uns«, sagte Trainer José Mourinho.

Mit der Nullnummer bei der U23 des SV Werder Bremen hat der SV Wehen Wiesbaden seinen Platz in der Spitzengruppe der 3. Fußball-Liga behauptet. Dennoch war Trainer Rüdiger Rehm mit dem Auftritt seiner Mannschaft am Samstag nicht ganz zufrieden. »Mehr als ein Punkt war nicht drin. Wir sind nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen«, stellte Rehm fest.

Als Tabellensechster haben die Hessen nach fünf Spielen zehn Punkte auf ihrem Konto. Dass es nicht zwei mehr sind, lag an ihrer Abschlussschwäche. »Hinten hat die Null gestanden, aber nach vorne war es nicht das, was uns zufriedenstellt. Wir haben kein Tempo reingekriegt, das ganze Spiel war etwas träge«, monierte der Trainer.

Dabei gab es durchaus Chancen. Die letzten vergaben Agyemang Diawusie und Maximilian Dittgen innerhalb weniger Sekunden in der vierten Minute der Nachspielzeit.

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