Auszeichnung

Umweltschutzpreis für Josef Tiefenbach

Für seine langjährige Tätigkeit im Naturschutz wird Josef Tiefenbach aus Bingenheim am Dienstag mit dem Umweltschutzpreis des Wetteraukreises ausgezeichnet.
21. Oktober 2017, 12:00 Uhr
Josef Tiefenbach, künftiger Preisträger des Umweltschutzpreises, am Rande des Naturschutzgebietes »Mittlere Horloffaue« in der Gemarkung Berstadt. (Foto: prw)

Wie Landrat und Umweltdezernent Joachim Arnold mitteilt, soll mit der Preisverleihung das außerordentlich hohe Engagement von Josef Tiefenbach für den Naturschutz in der Wetterau gewürdigt werden.

Der am 12. September 1948 in Bad Nauheim geborene Preisträger wohnt seit seinem dritten Lebensjahr in Bingenheim. Seine Eltern waren Donauschwaben, sie lebten in der Region Batschka im heutigen Serbien und mussten am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen. Während der junge Josef die Volksschule in Bingenheim sowie im Anschluss die Gemeinsame Musterschule in Friedberg besuchte, fing er bereits Feuer für die Themen »Natur« und speziell »Wald«, da seine Mutter als Waldarbeiterin und sogenannte Kulturfrau im Gemeindewald Echzell beschäftigt war.

Mit dem sechseinhalbjährigen Besuch der Forstschule in Schotten durchlief er noch die Försterausbildung alter Prägung, in die der Begriff Naturschutz nur zögerlich aufgenommen wurde. Während seiner Ausbildung heiratete der angehende Revierförster im Jahr 1968. Im gleichen Jahr kam der Sohn, drei Jahre später die Tochter zur Welt. Inzwischen ist Josef Tiefenbach zweifacher Großvater. Vieles ist seitdem geschehen.

 

Ruhestand nach 48 Dienstjahren

 

Über das Forstamt Bad Nauheim kam der junge Revierförster zunächst nach Hanau, 1983 als stellvertretender Forstamtsleiter und Bereichsleiter Naturschutz zum Forstamt Butzbach. Bis zu dessen Auflösung am 1. Januar 2005 betreute Tiefenbach dort 17 Naturschutzgebiete im Westen des Wetteraukreises. Es folgt ein letzter Wechsel, diesmal zum Forstamt Nidda, wo Josef Tiefenbach mit der Betreuung aller 37 Naturschutzgebiete im Wetteraukreis mit einer Fläche von insgesamt etwa 1700 Hektar betraut wurde und zudem für den Einsatz der Amtlichen Naturschutzwacht Wetterau zuständig war. Am 1. Januar 2011 trat Tiefenbach nach knapp 48 Dienstjahren in den Ruhestand.

Der künftige Preisträger lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Naturschutzfond, der Landwirtschaftsverwaltung und der Wasserbehörde sowie den vielen ehrenamtlichen Gebietsbetreuern im Naturschutz, nennt in »großer Dankbarkeit« seinen langjährigen Wegbegleiter Karl Winther aus Altenstadt sowie seinen Nachfolger beim Forstamt Nidda, Walter Schmidt.

 

Neues Hobby Familienforschung

 

Nach wie vor hat Tiefenbach Ehrenämter mit Bezug zur Natur inne. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW), war 24 Jahre lang Geschäftsführer und Schatzmeister der Landesgruppe Hessen mit 410 Mitgliedern. Die NABU-Gruppe Bingenheim wurde mit durch seine Initiative ins Leben gerufen. Sie zeichnete ihn in diesem Jahr mit der NABU-Ehrennadel in Silber aus. Tiefenbach ist in der hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) engagiert, zudem aktives Mitglied der AG Wiesenvogelschutz in der Wetterau, seit 2014 Schatzmeister der Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz Hessen e.V. (AGAR) sowie ehrenamtlicher Schutzgebietsbetreuer der Oberen Naturschutzbehörde in Darmstadt.

Wer mit dem zukünftigen Preisträger Kontakt aufnimmt, trifft ihn immer noch vorzugsweise in Wald und Feld an – manchmal allerdings auch vor dem Computer, wo Josef Tiefenbach seinem neuen Hobby frönt: der Heimat- und Familienforschung, die sich nicht nur auf Bingenheim, sondern auch auf die Balkan-Heimat seiner Vorfahren bezieht.

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