Auszeichnung

Kurt Repp mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

In einer Feierstunde hat Kurt Repp von der hessischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen.
19. Oktober 2017, 13:00 Uhr
Die Hessische Ministerin für Europaangelegenheiten Lucia Puttrich dankt bei der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes an Kurt Repp ausdrücklich auch dessen Frau Marlis. (Foto: sax)

Dabei würdigte sie das vielfältige ehrenamtliche Engagement des Geehrten sowie sein ausgleichendes Wesen. Ausführlich ging die Ministerin auf Repps Lebenslauf und die Schicksalsschläge ein, die ihn getroffen haben. So habe er seinen Vater im zweiten Weltkrieg verloren, die Mutter habe die beiden Söhne alleine groß ziehen müssen. Dabei wies Repp auf eine biografische Verbindung mit der Ministerin hin. Er habe seine frühe Kindheit in Nidda am Marktplatz verbracht. Puttrich erklärte, dass er dann wohl bei ihrer Schwiegermutter gewohnt habe.

Nachdem Repp die Volksschule in Echzell abgeschlossen hatte, begann er 1954 eine Maurerlehre. »Eigentlich wären Sie, wenn nichts dazwischen gekommen wäre, Maurer geblieben«, vermutete sie. Doch wegen eines Arbeitsunfalls wurde Repp Kraftfahrer. 1971 wurde er bei einer Bank in den Fahrdienst eingestellt. »Sie sind jemand, der erlebt hat, dass es im Leben anders kommen kann und gelernt hat, damit umzugehen«, betonte Puttrich, dass der Geehrte sich von Schicksalsschlägen nicht habe unterkriegen lassen.

Seit 1954 im Gesangverein

Sie lobte, »dass Sie aus dem, was Sie erlebt haben, Kraft geschöpft haben, um anderen zu helfen, denen es nicht so gut geht«. So lasse sich vielleicht auch das Engagement Repps im VdK erklären. In ihm hätten die Mitglieder jemanden gefunden, »der auch versteht, was sie bewegt«. 17 Jahre war er Mitglied im Vorstand des Ortsverbandes Bingenheim des Sozialverbandes, von 1998 bis 2014 als Vorsitzender. Von 2002 bis 2010 war Repp Revisor des Bezirksverbandes Gießen und von 2008 bis 2012 Beisitzer im Vorstand des Kreisverbandes Büdingen.

Mindestens ebenso wichtig war ihm seit 1954 seine Mitgliedschaft im Gesangverein Eintracht Bingenheim. »So lange ich in die Schule gegangen bin, hatte ich im Singen eine Eins«, erinnerte er sich, dass er immer gerne gesungen hatte. »Das war meine einzige Eins.« 30 Jahre habe Repp dem Vorstand des Vereins in verschiedenen Funktionen angehört, erklärte Puttrich.

Dabei habe er auch eine wichtige Richtungsentscheidung für das Überleben des Vereins mitbeeinflusst. »Der Verein stand in den 60er-Jahren auf der Kippe.« Während die Männerstimmen geschwunden seien, habe es jedoch viele Frauen mit Interesse am Gesang gegeben. »Sie sind derjenige, dem man zuschreibt, dass der gemischte Chor zustande kam«, nannte Puttrich einen Grund, weshalb Repp 2011 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Wie bei der Entscheidung für den gemischten Chor habe Repp mit seinem ausgleichenden Wesen geholfen, Fronten abzubauen. Das sei ihm auch in der Kommunalpolitik gelungen. 1977 wurde er erstmals in die Gemeindevertretung Echzell gewählt, der er zunächst bis 1981 und danach von 1991 bis 2006 angehörte. Danach war Repp Mitglied des Gemeindevorstandes. Außerdem war er seit 1972 Mitglied des Vorstandes des SPD-Ortsbezirkes Echzell-Bingenheim. Obwohl er damit zu Puttrichs politischer Konkurrenz gehört, würdigte sie auch dieses Engagement ausdrücklich. »Dass man sich engagiert in einer demokratischen Partei ist eine wichtige Basis unserer Demokratie«, betonte sie.

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