Gegen Rechts

Demonstration für farbenfrohes Friedberg

250 Menschen gehen in Friedberg für eine farbenfrohe Stadt und eine Wetterau ohne Rechtsradikale auf die Straße. Ein breites Bündnis hat dazu aufgerufen.
08. Mai 2017, 08:00 Uhr

Von Carolin Fest , 1 Kommentar
Etwa 250 Menschen setzen am Samstag ein Zeichen für einen weltoffenen Wetteraukreis.

Trump, Le Pen, Orbán – nicht nur in Deutschland ist ein deutlicher Rechtsruck zu spüren. Unter dem Motto »Friedberg? Farbenfroh – Wetterau stark gegen Rechts« demonstrierten am Samstag etwa 250 Menschen für Freiheit und Weltoffenheit. Jung und Alt sind sich in einem Punkt einig, sie wollen »die Straßen nicht den Rechten überlassen«.

»Kein Keks für Nazis« steht auf dem Schild eines kleinen Jungen. Seine Mutter und seine Schwester sind auch dabei. »Es wäre schön, wenn 200 Demonstranten kommen würden«, sagt Fabian Hassebrock, einer der Organisatoren, bevor es losgeht. Seine Erwartungen werden sogar übertroffen. Zusammen mit Fiona Riemann, Lena Binsack und Julian Eder hat Hassebrock die Demonstration initiiert. »Wir werden von vielen Organisationen und Parteien unterstützt. Die Parteien arbeiten zusammen und haben ein gemeinsames Ziel«, sagt Rieke Thomas von der Antifaschistischen Bildungsinitiative. »Friedberg? Farbenfroh« ist ein breites Bündnis.

Zuletzt stellte dieser Zusammenschluss Mahnwachen gegen Veranstaltungen der AfD in Büdingen auf die Beine. »Dieses Mal haben wir keinen AfD-Anlass, wir leben heute die politische Partizipation«, sagt Thomas. Die jungen Organisatoren sind politisch sehr interessiert. »Soziale Gerechtigkeit ist der sicherste Weg für sozialen Frieden. Es geht um unsere Zukunft«, betont Binsack.

Europafahnen, Parteiplakate und Regenbogenflaggen – auf der Demo ist eine bunte Mischung zu sehen. Mit farbiger Kreide malen junge Demonstranten und Kinder eine Friedenstaube auf den Europaplatz. »Liebe ist die Antwort«, schreiben sie daneben. Auch die Botschaften der Redner sind klar. »Wir dürfen es nicht so weit kommen lassen, dass AfD-Mitglieder in Friedberg reden oder die Partei weiterhin hohe Wahlergebnisse erreicht«, sagt Thomas. Gerade im Wetteraukreis gebe es ein hohes Potenzial an Fremdenfeindlichkeit, »aber wir sind wesentlich mehr als sie«, unterstreicht Binsack.

Vom Friedberger Bahnhofsvorplatz führt die Demonstration zum Europaplatz und über die Kaiserstraße zur Burg. Dort gibt es eine Abschlusskundgebung, auf der Thomas redet. Die Veranstaltung verläuft friedlich und ohne Zwischenfälle.

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