Auf Entdeckungsreise

31. Juli 2017, 20:19 Uhr
Die Usedom-Fahrer vor den Resten des Hubteils der Kaminer Eisenbahnbrücke, die die Insel mit Berlin verband. (Foto: pv)

Einige Teilnehmer fuhren mit der Bahn, andere mit Autos – alle NABU- und Fotoclub-Mitglieder waren aufgeregt und erwartungsvoll, was sie in Zinnowitz auf Usedom wohl erwarten würde. Zinnowitz ist eines der kleinen Ostseebäder. Meeresrauschen empfing die Reisenden, als sie am Hotel ankamen – allerdings blies ein kalter Wind bei blauem Himmel. Der Ort Zinnowitz wurde mit einem Führer erkundet sowie die Krumminer Wiek mit ihren Wald- und Moorwiesenlandschaften.

Bei gutem Wetter wurde die Greifswalder Oi, eine Vogelschutzinsel, mit dem Schiff angesteuert. Hier befindet sich eine Beringungsstation, die viele Vögel mit Netzen fängt und beringt, um das Zugverhalten von wandernden Vögeln zu erforschen und den Bestand von lokalen Vogelpopulationen zu kontrollieren. Auf der Insel wurden viele Vogelarten beobachtet und ihren Gesängen gelauscht, wie Jürgen Becker schreibt. An den Vogelstationsgebäuden hatten viele Mehlschwalben ihre Nester gebaut. Selbst Rauchschwalben bewohnten einzelne Scheunen, obwohl keine Stallhaltung betrieben wurde. Schließlich bestiegen die Karbener einen alten Leuchtturm auf der Insel, der einen herrlichen Rundblick über die Ostsee und die Küste gestattete.

Dann gab es einen Regentag, der aber die Karbener nicht störte, weil sie mit dem Bus viele Inselkirchen besuchen wollten. Eine der schönsten Kirchen war eine Feldsteinkirche im kleinen Örtchen Benz. Das Kirchenschiff erhielt 1836 eine gewölbte Holztonnendecke, auf die Anfang des 20. Jahrhunderts ein weithin bekannter Sternenhimmel gemalt wurde. Berühmt geworden ist die Kirche durch den Maler Lyonel Feininger. Die Busfahrt führte vorbei an der 1000-jährigen Eiche in Suckow. Die Reise über die Insel endete an der kurz vor Kriegsende 1945 von der Wehrmacht gesprengten Kaminer Hubbrücke, die noch als Fragment des Hubteils stehen geblieben ist. Die Brücke hat Berlin mit der Insel Usedom verbunden.

Interessant war der Besuch eines Strandkorbwerkes in Heringsdorf.

Zum Abschluss haben einige Teilnehmer einen Abstecher nach Peenemünde unternommen. Sie waren beeindruckt von der Größe der Anlagen. Dort wurden die Grundlagen für die Raketen- und Raumfahrttechnik entwickelt. Allerdings fand diese Entwicklung vor dem Hintergrund der Suche nach einer Vergeltungswaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg statt. Nach 1945 hat Peenemünde der Nationalen Volksarmee der DDR lange Zeit gedient.

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