Vogelsbergkreis

Schulen können das Mittelstufenmodell einführen

19. Januar 2011, 20:02 Uhr

Vogelsbergkreis (ks). Die Haupt- und Realschulen in Alsfeld und Lauterbach und der Haupt- und Realschulzweig an der Gesamtschule Homberg sollen künftig nach dem sogenannten Mittelstufenmodell geführt werden. In Homberg wird damit auch die Förderstufe entfallen. An den Gesamtschulen in Mücke, Grebenhain und Schotten könnte das Mittelstufenmodell eingeführt werden, wenn die Schulgremien das wollen. Die Kreistagsauschüsse für Schulen und Finanzen waren am Dienstag in ihrer Sitzung in Lauterbach für die Neuerungen im Schulentwicklungsplan. Nicht empfohlen wurde ein Ja zu einem Antrag der Haupt- und Realschule Lauterbach. Sie möchte gern zur integrierten Gesamtschule werden, um mehr Schüler anzulocken. Die würden dann an anderen Schulen wie Grebenhain oder Herbstein fehlen, hieß es.

Wichtig: Alle Schulen und Schulstandorte bleiben bestehen. Jede Gemeinde behält »ihre« Grundschule. Fallen die Zahlen an kleinen Grundschulen unter den Mindestrichtwert, wird jahrgangsübergreifend unterrichtet. Dies wird für einige Grundschulen in den nächsten Jahren nicht ausgeschlossen. Das Mittelstufenangebot an den fünf Gesamtschulen und den Schulzentren Alsfeld und Lauterbach bleibt. Die Ausschüsse waren dagegen, dem Wunsch der Haupt- und Realschule Lauterbach zu folgen, eine integrierte Gesamtschule zu werden, die dann auch einen gymnasialen Zweig hätte. Das sei nicht nötig, weil es bereits ein Gymnasium gibt. Zudem existiert im benachbarten Schlitz eine integrierte Gesamtschule, die noch Schüler aufnehmen kann. Bisher habe es keine entsprechende Nachfrage aus Lauterbach gegeben. Zudem müsse damit gerechnet werden, dass Gymnasialschüler aus dem Raum Ulrichstein, die jetzt nach Grebenhain oder Schotten gehen, dann nach Lauterbach wechseln. Das würde dann die Gymnasialzweige der vorgenannten Schulen gefährden. Das Ministerium habe bereits signalisiert, dass es keine Zustimmung zu der Absicht der Lauterbacher Haupt- und Realschule geben wird.

Zur Stabilisierung des Haupt- und Realschulzweiges an der Gesamtschule Homberg soll dort ab dem Schuljahr 2011/12 das Mittelstufenmodell eingeführt werden. Auch für die additiven Gesamtschulen in Mücke, Schotten und Grebenhain ist dies angedacht – aber freiwillig. Die Förderstufen an der Alsfelder Gerhart-Hauptmann-Schule sowie an der Grund- und Hauptschule Angersbach sollen aufgelöst werden. Aufgrund der deutlich zurückgehenden Schülerzalen sind keinerlei Schulerweiterungsbauen mehr nötig. Ausnahme ist die Grundschule Ulrichstein, dort soll aber über die Anmietung von Räumen oder das Aufstellen von Pavillons nachgedacht werden. An verschiedenen Schulen werden Räume frei. Damit könne ein Mehrbedarf durch Inklusion (Integration behinderter Kinder in der Regelschule) und ein Ausbau von Ganztagsschulen aufgefangen werden. Schuldezernent Hanns Michael Diening hatte zuvor mitgeteilt, die Mittel aus dem Sonderinvestitionsprogramm seien zu rund 96% verbaut.

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