Stadt Gießen

Musikalischer Sommer: Harmonie statt Misstöne?

26. September 2014, 20:28 Uhr
Musiker der LieBigBand beim Konzert auf dem Schiffenberg. (Foto: pv)

Bereits Anfang Dezember soll eine Überarbeitung des neuen Konzepts im parlamentarischen Kulturausschuss präsentiert werden. Dies sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz am Donnerstagabend den Ausschussmitgliedern zu, bevor das Gremium einem entsprechenden CDU-Arbeitsauftrag an den Magistrat zustimmte.

Im Beisein von Kulturamtsleiterin Simone Maiwald, die in diesem Sommer einige Neuerungen bei der traditionellen Konzertserie eingeführt hatte, kündigte Grabe-Bolz an, dass der Sonntagnachmittag beim Musikalischen Sommer nächstes Jahr wieder den Blaskapellen und Chören vorbehalten bleibt. Vor allem aus den Reihen der Volksmusiker hatte es Kritik am neuen Konzept gegeben. Bei der Verkürzung von vier auf drei Monate werde es dagegen bleiben, verwies die Kulturdezernentin auf Sparzwänge. Aber auch so suche der Musikalische Sommer seinesgleichen, wies Grabe-Bolz eine kritische Anmerkung von Klaus-Dieter Greilich (FDP) zurück. »Suchen Sie mal eine Stadt, die über einen Zeitraum von drei Monaten so ein breites Programm und Kultur für alle bietet, und das kostenlos«, sagte die OB. Christine G.Wagener (CDU) übte leise Kritik an der Informationspolitik des Kulturamts:»Hätte man das vorher kommuniziert, hätte es vielleicht weniger Unmut in der Bevölkerung gegeben.«

Einigkeit über Grabungserbe

Einigkeit herrschte bei der Frage, wie mit dem Erbe der Mittelalter-Grabung am Kirchenplatz umgegangen werden soll. Der Ausschuss beschloss auf Antrag der SPD, dass die Ergebnisse der Grabung öffentlich und dauerhaft präsentiert werden sollen. Grundlage war ein FDP-Antrag, der allerdings gestellt worden war, bevor die Holzfunde am Kirchenplatz gemacht worden waren und sich Stadt und Hessen Archäologie auf eine einmonatige Verlängerung der Grabung einigten. Einen fast gleichlautenden Antrag hatte die Stadtverordnetenversammlung übrigens auch im Zusammenhang mit der Grabung vor zehn Jahren am Marktplatz beschlossen. Die damals geforderte Ausstellung hat bis heute nicht stattgefunden.

Zu Beginn der Sitzung hatten Gerald Rühl (Vorsitzender) und Silvia Lange (Stellvertreterin) die Arbeit des Stadtelternbeirats der Schulen vorgestellt.

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