Gegen Verbrechen der Terrorgruppe ISIS demonstriert

Gießen (si). Gegen die Verbrechen der Terror-Organisation Islamischer Staat (ISIS) im Nordirak haben am Montagabend über 700 Menschen auf dem Rathausplatz demonstriert.
18. August 2014, 20:18 Uhr
Über 700 Menschen – insbesondere christliche Aramäer, Assyrer und Chaldäer sowie kurdische Yeziden – nahmen an der zweistündigen Kundgebung teil. (Foto: si)

Die Gruppe führe eine »systematische Vernichtungskampagne gegen die Christen des Orients« – Aramäer, Assyrer und Chaldäer – sowie die kurdischen Jeziden, sagten Redner auf der zweistündigen Kundgebung, zu der Angehörige dieser Minderheiten aus ganz Hessen angereist waren. Aufgerufen hatte ihre gemeinsame Interessenvertretung, die Europäische Syriac Union.

ISIS führe einen »skrupellosen und menschenverachtenden Dschihad«, sagten Sprecher der einzelnen Gruppen, darunter der Busecker Keldan Basmacioglu für die Syriac Union und der derzeit bundesweit gefragte Jeziden-Vertreter Irfan Ortac (Gießen). Im Norden des Iraks sei ein Kalifat errichtet worden, in dem die Scharia angewendet werde: Frauen würden gesteinigt, Männer geköpft oder gekreuzigt, Dieben die Hände abgehackt. Christen und Jeziden würden vor die grausame Wahl gestellt, entweder zu konvertieren und eine Kopfsteuer zu zahlen oder auf der Stelle das Kalifat zu verlassen. Wer nicht sofort folge, dem drohe der Tod.

Die Internationale Staatengemeinschaft dürfe die »Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht hinnehmen«, sagten die gut ein Dutzend Redner, darunter die Gießener Kreispolitiker Horst Nachtigall (SPD) und Gerhard Noeske (CDU). Notwendig sei eine demokratische autonome Sicherheitszone in der Ninive-Ebene (Irak). Zudem müsse eine Konferenz unter Einbindung aller regionalen und internationalen Kräfte einberufen werden. »Die Barbaren« der ISIS seien »eine Gefahr für die gesamten Menschheit«, hieß es. Insbesondere wurden auch muslimische Organisationen aufgefordert, die Verbrechen zu verurteilen, die die Terrorgruppe im Namen des Islam begehe.

Gießener Jesiden in großer Sorge

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