Stadt Gießen

Landesgartenschau: Einnahmeziel wird wohl erreicht

31. Juli 2014, 21:58 Uhr
Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (3.v.l.) erklärt ihren Wiesbadener und Gießener Parteifreunden die Landesgartenschau. Rechts neben ihr MdL Eva Goldbach und Grünen-Landtagsfraktionschef Matthias Wagner. (Foto: Schepp)

Nach jetzigem Stand werde die im Durchführungshaushalt eingeplante Einnahme durch Eintrittsgelder in Höhe von 5,6 Milionen Euro dennoch erreicht, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH am Donnerstag bei einem Rundgang über das Gelände.

Zu Gast in der Wieseckaue war Matthias Wagner, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Hessischen Landtag. In Begleitung der für Gießen zuständigen Landtagsabgeordneten Eva Goldbach aus dem Vogelsbergkreis informierte sich der Gast aus Wiesbaden über die Veränderungen durch die Landesgartenschau in Gießen.

Bei der Begrüßung witzelte Wagner, bei den Landtags-Grünen sei nur von der »Landesgerdaschau« die Rede, weil seine Gießener Parteifreundin auch in Wiesbaden unentwegt für einen Besuch der LGS werbe. Die Gartenschau habe bei ihm jedenfalls schon für eine Korrektur seines bisherigen Gießen-Bilds gesorgt: »Was ich bis jetzt gesehen habe, hat mein Bild von Gießen verändert«, sagte der Landespolitiker.

Wagner nahm den Besuch auf dem Ausstellungsgelände auch zum Anlass, auf das von der schwarz-grünen Landesregierung auf den Weg gebrachte Tariftreue- und Vergabegesetz zu verweisen, das es den Kommunen erleichtere, Aufträge künftig auch nach ökologischen und sozialen Kriterien zu vergeben. Die Gartenschau in Gießen sei ein Beispiel dafür, wie aufwändig es gewesen sei, solche Kriterien ohne gesetzliche Grundlage durchzusetzen.

Gemeint war das an vielen Stellen in der Wieseckaue verlegte Pflaster, das zwar aus China importiert, aber nachweislich unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurde. Die LGS GmbH hatte diesen Nachweis im vergangenen Jahr im Zuge von Recherchen der GAZ liefern können.

Die zuletzt auch im Stadtparlament geführte Diskussion, ob der LGS-Caterer aus Sachsen den für die hessische Gastronomie gültigen Mindestlohn zahlt, fand bei dem gestrigen Ortstermin dagegen keine Fortsetzung.

Was die Haushaltsführung der Gießener Gartenschau betrifft, erinnerte Weigel-Greilich daran, dass die Veranstalter von Anfang an entschieden hatten, den Durchführungshaushalt wie bei vorherigen Schauen »nicht mehr schönzurechnen«. Dies habe zur frühzeitigen Einplanung des städtischen Zuschusses in Höhe der 2,6 Millionen Euro geführt, für die im Stadtetat längst eine Rückstellung gebildet worden sei. Dieser Zuschuss bilde die »eigentlichen Landesgartenschaukosten« ab, während Gießen von den getätigten Bauinvestitionen dauerhaft profitieren werde.

»Faires« China-Pflaster für die Landesgartenschau BI: LGS-Besucherziel nicht zu erreichen

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