Stadt Gießen

BI: LGS-Besucherziel nicht zu erreichen

30. Juli 2014, 22:18 Uhr
Die BI kritisiert unter anderem die Verteuerung von Begleitmaßnahmen wie hier dem neuen Verkehrsübungsplatz. (Foto: mö)

So sei die im Vorfeld von den Organisatoren kalkulierte Zahl von 700 000 Besuchern nicht mehr zu erreichen. »Weit weniger als die angestrebte Hälfte haben bisher ein Ticket erworben«, heißt es in einer Erklärung der BI. Nach rund 100 Tagen seien lediglich etwa 280 000 Besucher zu verzeichnen.

Nicht nur während der Planungsphase habe es Pannen gegeben, auch während der Dauer verzeichne die Schau »zahlreiche Pleiten«. Als Beispiel führt die BI unter anderem die schleppende Fertigstellung vieler Begleitmaßnahmen ins Feld. Weiterhin sähen die Besucher des Lahnfensters zwar keine Fische, aber dafür ein Hinweisschild, dass die Bootsgasse »aufgrund von Wartungsarbeiten« geschlossen sei. Dabei sei die Lahn einer der am stärksten von Bootstouristen frequentierten Flüsse Deutschlands. Seit Monaten gebe es zudem Hinweise, dass der LGS-Caterer in der Wieseckaue nicht nur Personal aus den baltischen Staaten anwerbe, sondern dieses auch noch mit Dumping-Löhnen bezahle. Trotz Anfragen im Magistrat und Nachfragen des DGB sei dazu bis heute keine Stellungnahme durch die Gartenschau-Gesellschaft oder den Magistrat erfolgt. Auch zeige sich der aufwendig gebaute Quellgarten bisher nur als ein »algenreiches Rinnsal«. Ein ähnliches Bild biete sich an der renaturierten Oberlache.

Darüber hinaus sei Anwohnern der Ringallee für das vergangene Jahr eine erhöhte Straßenreinigungs-Gebühr in Rechnung gestellt worden, obwohl in diesem Jahr wegen der Großbaustelle die Gehwege nicht vorhanden gewesen seien und somit keinerlei Reinigung stattgefunden habe.

Daneben bleiben nach Ansicht der BI eine Reihe offener Fragen. So sei noch nicht geklärt, was mit den noch ausstehenden Naturausgleichsmaßnahmen sei. Bisher seien von den knapp 200 Neuanpflanzungen von Bäumen lediglich 120 ausgeführt worden.

Aus Sicht der BI ist zudem noch unklar, wie die diversen Kostensteigerungen, entstanden unter anderem beim Neubau des Verkehrsübungsplatzes, dem Kreuzungsumbau an der Ostanlage oder am Mühlengarten, aufgefangen würden. Und auch die versprochene Rückkehr des Hochzeitsbrückchens vom Schwanenteich ins Stadtbild lasse auf sich warten.

Positive Halbzeitbilanz zur Landesgartenschau

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