Stadt Gießen

Universität: Bauliche Erneuerung schreitet voran

16. Juni 2014, 20:48 Uhr
Der Richtkranz thront über dem neuen Lehrgebäude, an dem sich am Montag Vertreter von Politik, Wirtschaft und Verwaltung trafen. (Foto: Schepp)

Hier entstehen bis Mitte nächsten Jahres auf 1800 Quadratmetern Hauptnutzfläche ein großer teilbarer Hörsaal mit 700 Sitzplätzen sowie Seminarräume für 500 Studierende. Mit diesem neuen Flächenangebot sorge die Landesregierung dafür, dass die Justus-Liebig-Universität auch in Zukunft den vielen Studienanfängern optimale Studienbedingungen bieten könne, sagte Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein in seiner Festrede.

Platz für weitere Studierende

Rhein bezeichnete die Region Mittelhessen als »die Gründer- und Erfinderregion« des Bundeslandes«, da von hier die Hälfte aller in Hessen angemeldeten Erfindungen stammten. Das komme nicht von ungefähr, sagte der Minister und verwies auf die drei Hochschulen sowie den engen Verbund außeruniversitärer Einrichtungen. Er hob die Förderung des Landes hervor, erwähnte die Investitionsprogramme Loewe und Heureka und lobte die Entscheidung der Landesregierung, die frei werdenden BAFöG-Gelder eins zu eins für die Hochschulen zu verwenden. Rhein bescheinigte JLU-Präsident Joybrato Mukherjee, sich als »intensiver Streiter klar und stark positioniert zu haben« und auch die Konfrontation nicht zu scheuen, wenn es um die Belange seiner Universität gehe.
Der Präsident sprach in seiner Begrüßung davon, dass die Investition in Höhe von rund elf Millionen Euro auch ein Beweis für das Vertrauen in die beiden Fachbereiche sei sowie eine Anerkennung der Leistungskraft. Die Infrastruktur werde nachhaltig verbessert, die Attraktivität des Standorts erhöht. Zudem werde Platz für weitere Studierende geschaffen, so Mukherjee.
Für Finanzstaatssekretärin Dr. Bernardette Weyland vereint der Neubau »städtebauliche und architektonische Qualitäten mit Wirtschaftlichkeit«. Nach seiner Inbetriebnahme, die für Mitte 2015 geplant sei, werde es zu einer schnellen Entlastung des Hochschulbetriebs kommen. Laut Weyland wurde der Kostenrahmen eingehalten, und auch mit der Terminplanung sehe es gut aus.
Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz erinnerte daran, dass die Gebäude der beiden Fachbereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaften auf historisch bedeutendem Boden stünden. Dieser geschichtliche Kontext solle bewahrt werden. Für sie bedeutet das neue Gebäude zum einen die Schaffung von dringend benötigtem Raum für die beiden Fachbereiche, zum anderen auch den Auftakt für den anstehenden Umbau am Philosophikum. »Denn die Gesamtentwicklung des Gebiet liegt der Stadt am Herzen.«
Wie seine Vorredner, so dankte auch Thomas Platte, Direktor des Hessischen Baumanagements, allen am Bau Beteiligten. »Die Arbeiten seien »prima erledigt worden«. Angesichts des Sachverhalts, dass der aktuelle Bauzustand etwas über dem Niveau des Richtfests liege, hoffte auch er, dass die Gesamtplanung eingehalten werden könne.

 

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