Stadt Gießen

Mindestens sieben Abgeordnete aus Gießen

02. Juli 2013, 22:58 Uhr

Aber nur drei von ihnen können ein Direktmandat erringen. Die drei Direktmandate verteilen sich auf den heimischen Bundestagswahlkreis und diRegierung und Opposition beziehen gegensätzliche Positionen zum Thema Integration während ihrer gestrigen Sitzung im Landtag. (dpa)

e beiden Landtagswahlkreise Gießen-Stadt und Gießen-Land. Titelverteidiger sind hier Dr. Helge Braun (CDU/Bundestag), Gerhard Merz (SPD/Landtag) und Volker Bouffier (CDU/Landtag).

Als Listenanführer sind Bouffier und SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel (Lich), der auch im Landtagswahlkreis 19 gegen den Ministerpräsidenten antritt, natürlich nicht auf das Direktmandat angewiesen. Da gilt auch für den FDP-Mann Wolfgang Greilich, der als Fraktionschef der Liberalen in Wiesbaden mit Listenplatz 4 gesetzt ist. Das einzige Fragezeichen hinter Greilichs Wiedereinzug in den Landtag ist die Fünf-Prozent-Hürde.

Zuletzt hatte die SPD ihre Liste für die Landtagswahl aufgestellt. Im Schatten von Schäfer-Gümbel machte der Gießener Stadtverbandsvorsitzende Gerhard Merz dabei Boden gut. Nach Listenplatz 31 vor vier Jahren sprang jetzt der bombensichere Platz 20 heraus. Damit ist auch Merz auf das Direktmanda, das er 2008 und 2009 errungen hatte, nicht angewiesen.

Eine gehobene Rolle in der zu Ende gehenden Legislaturperiode hat sich neben Merz auch Forschungsstaatssekretär Braun in der Hessen-CDU erarbeitet. Er machte im Vergleich zu 2009 drei Plätze gut und nimmt den ganz sicheren Rang sieben auf der Landesliste der Union für die Bundestagswahl ein. Den Reigen der Kandidaten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Parlament zurückkehren, vervollständigen SPD-Dauerbrenner Rüdiger Veit (Listenplatz 3) und der in Gießen kandidierende Frankfurter Grünen-Politiker Tom Koenigs (Platz 4/beide Bundestag).

Eng wird es dagegen für den Gießener CDU-Partei- und Fraktionschef Klaus Peter Möller. Sein landespolitisches Comeback startet er vom Listenplatz 41 aus. Noch schwieriger dürfte die Mission Landtagsabgeordneter für die beiden grünen Wahlkreis-Bewerber Christian Otto (Stadt) und Alexander Wright (Land) werden, die auf den Plätzen 24 und 28 gelandet sind.

Ära Solms endet

Dass wiederum die bundespolitische Ära des Licher FDP-Urgesteins Dr. Hermann Otto Solms am 22. September enden wird, der 1980 erstmals in den Bundestag eingezogen war, ist seit Anfang des Jahres bekannt. Damals war Solms in einer Kampfkandidatur um Platz 1 auf der Landesliste unterlegen und hatte sich auf Platz 40 setzen lassen.

Auf keine parlamentarische Vertretung darf die Linkspartei in Gießen hoffen. Ihr Bundestagskandidat Ali Al Dailami belegt Listenplatz 6, der nicht für Berlin reichen wird. Auf der Landtagsliste befindet sich unter den ersten zehn kein Gießener. Die Wahlkreisdelegiertenversammlung, die die zwei Kandidaten für die Landtagswahl wählen sollte, fand laut Homepage des Kreisverbands erst letzte Woche statt.

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