Newroz zwischen Hoffen und Bangen

25. März 2013, 21:28 Uhr
Kamal Sido

Nach dem Aufruf des PKK-Chefs Abdullah Öcalan zu einem Waffenstillstand scheint ein Versöhnungsprozess zwischen Kurden und türkischer Regierung in greifbare Nähe zu rücken. Gleichzeitig bangen zahlreiche heimische Kurden um Familienangehörige und Freunde im vom Bürgerkrieg zerrütteten Syrien.

Zu lösen sei der Konflikt in dem Land nur durch eine föderale Struktur, hob Dr. Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker während eines Empfangs der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft am Samstagabend im Alten Schloss hervor. »Am Ende des Bürgerkriegs darf nicht einfach nur ein Machtwechsel stehen«, hob der aus Syrien stammende Kurde hervor. Notwendig sei eine föderale Lösung, die den ethnischen und religiösen Gruppen Autonomie zugestehe. Nur mit einem solchen Konzept sei Frieden in Syrien möglich – und müsse notfalls mit Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft gewaltsam durchgesetzt werden.

Im Netanyasaal feierten knapp 100 Gießener Kurden ihr Newroz-Fest. »40 Millionen Kurden leben in der Türkei, in Syrien und in Irak ohne völkerrechtlich anerkannten Status«, mahnte der Vorsitzende der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft, Vahit Duran, in seiner Begrüßung. Der Ehrenvorsitzende Mehmet Tanriverdi würdigte eine vor zwei Wochen zustande gekommene Kooperation zwischen der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Universität in Duhok im Bereich der Medizintechnik. Grußworte hielten außerdem Evin Kumaraslan und Astrid Eibelshäuser.

Musikalisch unterhielten Shêxo Kartal, Hüseyn Torun und Nuzan. Der Kunstpädagogik-Student Sahin Celikten zeigte im Rahmen einer Ausstellung nahezu fotorealistische Ölgemälde mit Motiven aus Gießen.

Gießener Kurden feierten Newroz-Fest

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