Alt-Oberbürgermeister Manfred Mutz gestorben

Gießen (mö). Manfred Mutz ist tot. Der langjährige Gießener Oberbürgermeister erlag am Freitag einem Krebsleiden. Am 18. Januar war Manfred Mutz 68 Jahre alt geworden. Die amtierende Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, über viele Jahre politische Weggefährtin des Verstorbenen, sprach von einem »großen Verlust für Gießen«.
17. Februar 2013, 16:38 Uhr
Manfred Mutz

Der in Werdorf im Lahn-Dill-Kreis geborene Sozialdemokrat hatte die Geschicke der Stadt über 16 Jahre lang von 1985 bis 2002 gelenkt. Seinem freiwilligen Rückzug aus dem OB-Amt folgte ein Intermezzo beim Datendienstleister ekom21, ehe sich Mutz 2006 in den Ruhestand zurückzog.

In seiner Amtszeit hatte Mutz als große Herausforderungen die Folgen des Abzuges des Militärs aus Gießen sowie den Strukturwandel durch den Niedergang einiger großer Industrieunternehmen zu bewältigen. Als Sanierer des städtischen Haushalts konnte der begeisterte Radsportler einige Erfolge vorweisen. In seine Amtszeit fielen auch die Sanierung des Burggrabenviertels sowie die der sozialen Brennpunkte am Rande der Stadt. Verdient machte sich der bis heute dienstälteste OB auch um den Dialog mit den ehemaligen Gießener Bürgern jüdischen Glaubens. Daraus entstand die Hedwig-Burgheim-Medaille, die höchste Auszeichnung, die die Stadt Gießen zu vergeben hat.

Vor rund eineinhalb Jahren wurde bei Manfred Mutz Leukämie diagnostiziert. Trotz seiner schweren Erkrankung nahm Mutz weiterhin regen Anteil an der Gießener Politik, wobei ihn vor allem die Finanzlage seiner Stadt besorgte. Öffentlich trat der Alt-OB zuletzt bei der Tour der Hoffnung im vergangenen August auf und schien damals auf dem Weg der Besserung.

Ein ausführlicher Nachruf folgt in der gedruckten Ausgabe vom Montag.

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