Stadt Gießen

Neuer Verbund: Ostschule garantiert Plätze in Oberstufe

07. Februar 2013, 19:48 Uhr
Sie gründeten den IGS-Verbund: Schulleiter (o.v.l.) Norbert Kissel (Pohlheim), Matthias Brodkorb (Buseck), Werner Burggraf (Wettenberg), Heribert Ohlig (Gießen) und Rainer Kries (Kleinlinden). Unten Schulamtsleiter Heinz Kipp sowie die beiden Schuldezernentinnen Christiane Schmahl (Kreis) und Astrid Eibelshäuser (Stadt). (Foto: Schepp)

Beim formellen Gründungstermin für die Lokalpresse am Donnerstag im Rathaus war folgerichtig viel von »Sicherheit« und »Verlässlichkeit« vor allem für die Eltern die Rede.

Als einzige weiterführende Schule gehört dem Verbund die Gesamtschule Gießen Ost an, aus Kleinlinden macht die vor drei Jahren in eine IGS umgewandelte Brüder-Grimm-Schule mit, aus dem Umland sind es die Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim, die Gesamtschule Busecker Tal und die Gesamtschule Gleiberger Land. »Es ist ein Tag der Freude, weil die Familie jetzt größer geworden ist«, sagte der Pohlheimer Schulleiter Norbert Kissel, denn einige der Schulen arbeiten schon länger zusammen.

Die Liste der Arbeitsfelder reicht neben besagtem Thema des Übergangs in die Oberstufe von gemeinsamen Informationsabenden über eine koordinierte Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu einer gemeinsamen Auswertung, wie sich die Schüler/innen später in der gymnasialen Oberstufe der GGO schlagen. Gleichwohl betonte deren Leiter Heribert Ohlig, dass der Verbund nicht an der Schulwahlfreiheit der Eltern rühren werde: »Die Eltern sind frei zu entscheiden, wo und wie es nach der 10. Klasse weitergehen soll. « Gleichzeitig betonten Ohlig und seine Kollegen, dass das Augenmerk auch im Verbund ganz stark auf die Jugendlichen gerichtet werden müsse, für die es elementar wichtig sei, überhaupt zu einem Schulabschluss zu kommen.

Für viele Eltern der vier Schulen ohne Oberstufe dürfte freilich jener Passus in der Präambel des Verbundvertrags entscheidend sein, in dem es heißt, dass die GGO allen Schülern der vier anderen Schulen, soweit die Kinder dazu befähigt sind, einen Platz in der gymnasialen Oberstufe garantiert.

Die städtische Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser (SPD) und ihre Kreiskollegin Dr. Christiane Schmahl (Grüne) betonten, dass die Initiative zur Gründung des »Schulverbunds Integrierte Gesamtschulen Gießen – Stadt und Land« von den Schulen selbst und mithin »von unten« ausgegangen sei. Heinz Kipp, Leiter des Staatlichen Schulamts, bezeichnete die Gründung des Verbunds als »ausgesprochen positiv«, dränge seine Behörde doch schon lange auf eine »stärkere Verzahnung« der Schulen und Schulträger. Die beiden Dezernentinnen seien diesbezüglich offenbar sehr bemüht. Was die im Rahmen des Verbunds gegenüber den Partnerschulen ausgesprochene Platzgarantie für die Oberstufe für die weitere Entwicklung der ohnehin schon stark nachgefragten Ostschule bedeuten könnte, wurde bei dem Pressegespräch nicht vertieft. Klar ist, dass der Verbund auch »Bestandteil der Schulentwicklungspläne der Schulträger« sein wird, wie es in dem Vertrag heißt.

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