Stadt Gießen

Spät wird’s mit Kay One in der Admiral Music Lounge

30. Dezember 2012, 19:23 Uhr
Im Licht der Nacht: Kay One (l.) und Emory (r.) rappen in der Admiral Music Lounge. (Foto: leb)

»Ey Jo!«: Ein Jahresabschlusskonzert besonderer Art konnten die rund 1600 Besucher am Freitagabend zu später Stunde in der Admiral Music Lounge genießen. Zu Gast war der Berliner Rapper Kay One, der anlässlich der Tour zu seinem neuen Album »Prince of Belvedair« schon zum zweiten Mal in diesem Jahr den Club im Ursulum besuchte.

In seinen Texten prollt Kenneth Glöckler, wie Kay One mit bürgerlichem Namen heißt, gern mal mit Zeilen wie »Ey Jo! Du studierst Mathe, schön – ich studier bitches. Ich lauf in die Disco rein, jeder Blick trifft mich«, die zwar bescheiden wirken, aber von Erfolg gekrönt sind: Der 28-Jährige kann sich inzwischen rund einer Million Facebook-Fans und rund 26 Millionen Aufrufe auf der Videoplattform Youtube erfreuen.

In Friedrichshafen geboren, begann Glöckler seine ersten Rap-Versuche mit nur 13 Jahren und unterschrieb als 17-jähriger seinen ersten Plattenvertrag beim Berliner Label Royal Bunker. Bekanntheit erlangte Kay One allerdings erst mit dem Hit »Style & das Geld«, den er zusammen mit Berliner Gangsta-Rapper Bushido aufnahm und der auch das Gießener Publikum schnell zur Ekstase brachte.

Unterstützung fand Kay One bei dem Auftritt vor vollem Haus von DJ Farock und dem R’n’B-Sänger Emory. Einen weiteren Höhepunkt der Nacht bildete der Song »Rain on you«, bei dem – ganz in Rapper-Manier – Champagner ans und ins Publikum verteilt wurde. Man zeigt in der Hip-Hop-Szene gern, was man hat.

Für große Begeisterung bei den zahlreichen Fans sorgte auch der Song »Besser im Bett«, der von einem kurzen DJ-Set abgelöst wurde. Auf eine Reise von Cannes nach Sylt bis St. Tropez lud dann der Song »P1« das Publikum zu einer kurzen Flucht aus dem Alltag ein.

Noch während des Konzerts versprach Kay One seinen begeisterten Fans unter tosendem Beifall, bis 6 Uhr morgens bleiben zu wollen und die Nacht gemeinsam ausklingen zu lassen – ein erneuter Auftritt an Ort und Stelle im nächsten Jahr dürfte nach der gelungenen Performance sicher sein.

Oder wie Kay One sagen würde: »Ey Jo!«

leb

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