Bauern-Sternfahrt mit 20 Traktoren

Gießen (csk). Rund 20 Traktoren sorgten am Donnerstagnachmittag in der Innenstadt für Verblüffung. Anlass des Protestzuges für eine ökologischere EU-Agrarpolitik war eine bundesweite Bauern-Sternfahrt nach Berlin, die am letzten Sonntag an vier Orten gestartet ist.
02. Juni 2011, 19:45 Uhr
Für eine ökologischere Ausrichtung der EU-Agrarpolitik demonstrierten Landwirte und Attac-Aktive unter anderem in der Frankfurter Straße. (Foto: csk)

Die Route von Wiesbaden in die Bundeshauptstadt führte durch Gießen.

Mit Spruchbändern und Plakaten setzten sich die 100 Teilnehmer, hauptsächlich Landwirte und Attac-Mitglieder aus der Region, am Bahnhof in Bewegung. Durch die Ludwigstraße zog der Tross bis zur Abschlusskundgebung zum Berliner Platz. Die Teilnehmer demonstrierten besonders für einen fairen Milchpreis und eine Neuregelung für die Vergabe von EU-Fördermitteln. Diese würden derzeit hauptsächlich an Großbetriebe gezahlt, hieß es. Aktuell liegt der Milchpreis pro Liter zwischen 30 und 34 Cent - in Mittelhessen werden im Schnitt 32 Cent gezahlt -, nach Aussage der Demonstranten wären für den Erhalt kleinerer, ökologisch orientierter Milchviehbetriebe aber rund 40 Cent nötig. Am Abend gab es in der Kongresshalle zudem einen Vortrag zum Thema »Agro-Gentechnik in der Diskussion« von Peter Hamel, Gründer der »Zivilcourage Vogelsberg«. Die Sternfahrt wurde in Gießen von 32 Trägern - darunter Attac, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bundesverband deutscher Milchviehhalter - organisiert.

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