Stadt Gießen

Forschung »in neuer Dimension«

Die Gießener Universität weiht in der Klinikstraße und im Aulweg zwei neue Medizin-Gebäude ein. Das Land Hessen lässt sich das einiges kosten.
19. Mai 2017, 19:00 Uhr
Das neue Forschungsgebäude Medizin Seltersberg im Aulweg ist bereits im Februar bezogen worden. Es bietet auf 3100 Quadratmetern Wissenschaftlern wie Natalja Lutz beste Bedingungen für medizinische Forschung und wissenschaftlichen Austausch. (Foto: Schepp)

Im Jahr 2004 reist eine Delegation der Justus-Liebig-Universität mit Vertretern des Fachbereichs Medizin nach Wiesbaden und spricht bei der Landesregierung vor. »Wir brauchen ein neues Klinikum«, erklären sie. »Und außerdem neue Gebäude für Forschung und Lehre.« Sie treffen damals auch auf Stirnrunzeln. Inzwischen aber sind alle drei Wünsche erfüllt. Der Neubau des Uniklinikums ist längst abgeschlossen. Und am Donnerstag feierte die Uni die Einweihung eines medizinischen Lehrzentrums sowie des Forschungszentrums Seltersberg.

»Wir können sehr glücklich sein«, erklärte der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Wolfgang Weidner, der auch die Geschichte aus dem Jahr 2004 erzählte. Das Forschungszentrum hebe die Gießener Medizin »in eine neue Dimension«. Das 33,5 Millionen teure Forschungsgebäude mit einer Fläche von 3100 Quadratmetern im Aulweg ist bereits im Februar bezogen worden.

Das Land hat beide Neubauten mit knapp 49 Millionen Euro finanziert, zum großen Teil aus dem Heureka-Programm. Die Förderung sei als »klares Bekenntnis der Landesregierung zur Uni Gießen« zu verstehen, betonte Irene Bauerfeind-Roßmann, Ministerialdirigentin im Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland erklärte: »Mit dem Neubau des Medizinischen Lehr- und Forschungszentrums sowie dem Umbau und der Sanierung der Alten Chirurgie zum Medizinischen Lehrzentrum ist die Justus-Liebig-Universität bestens gerüstet für die stetig steigenden Anforderungen im Fachbereich Medizin.«

Knapp drei Jahre hat der Umbau der Alten Chirurgie gedauert. Das denkmalgeschützte Jugendstilgebäude stammt aus dem Jahre 1907. Es diente durchweg der Krankenversorgung, leer stand es seit der Eröffnung des neuen Uni-Klinikums vor fünf Jahren. Mit dem Umbau zu einem Lehrzentrum wurde das Altgebäude komplett modernisiert und um zwei lichtdurchflutete Hörsäle erweitert, in denen 200 bzw. 320 Studenten Platz finden können. An den Kosten von 19,2 Millionen Euro beteiligte sich das Uniklinikum mit 3,35 Millionen Euro.

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