Hilfsaktion

Einem Säugling das Leben gerettet

Johannes Schaumlöffel ist Knochenmarkspender. Seine Geschichte zeigt, wie einfach man helfen kann. Mit großen Folgen.
12. April 2017, 14:00 Uhr

Der 21-jährige JLU-Student Johannes Schaumlöffel hat einem Säugling das Leben gerettet. Vor zwei Jahren hat er sich in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen. Im Dezember 2015 dann der Anruf – ein Patient war dringend auf eine Spende von ihm angewiesen. Klar, dass Schaumlöffel da nicht lange zögerte. Nun möchte er auch andere dazu animieren, sich registrieren zu lassen.

Schaumlöffel
Schaumlöffel

Angst vor dem Eingriff brauche niemand zu haben, versichert der junge Mann, der an der JLU Umweltmanagement studiert. Schließlich werden die Stammzellen in acht von zehn Fällen einfach aus der Blutbahn entnommen. Nachdem er informiert wurde, dass er als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage käme, ging es für Schaumlöffel erst noch einmal zum Arzt. Denn es mussten gewisse Daten bestimmt werden um zu sehen, ob die Gewerbemerkmale tatsächlich übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei zwei Menschen ähnlich genug für eine Übertragung sind, liegt bei 1:20 000 – im günstigsten Fall. »Nachdem das klar war, wurde ich nochmals gefragt, ob ich auch tatsächlich bereit bin zu spenden.« Im Mai 2016 fand die Blutentnahme schließlich in Köln statt. Er wurde direkt neben der Klink im Hotel einquartiert. »Die DKMS hat sich um alles gekümmert«, lobt er den gut organisierten und stressfreien Ablauf.

Die entnommenen Stammzellen erhielt ein Säugling in Großbritannien. »Der persönliche Kontakt zwischen Spendern und Patienten ist in den ersten zwei Jahren nach der Entnahme untersagt«, erklärt Johannes. Kürzlich habe er der Familie nun einen Brief geschickt. »Mal sehen ob eine Antwort kommt.«

Wer von dieser Geschichte inspiriert wurde, kann sich selbst in die Spenderdatei aufnehmen lassen. In etwa zwei Wochen wird an der JLU bereits zum fünften Mal eine Registrierungsaktion durchgeführt. Dort muss man nur einmal kurz den Mund aufmachen – denn das Ganze funktioniert komplett schmerzfrei mit einem Wattestäbchen. Die Aktion findet statt am Mittwoch, 25. April von 11 bis 15 Uhr im Interdisziplinären Forschungszentrum (IFZ), Raum B 202 im Heinrich-Buff-Ring 26. Mitmachen kann jeder von 18 bis 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Veranstalter sind die »Stinknormalen Superhelden Gießen«, »Initiativgruppe DKMS-Registrierungsaktion an der JLU und der »Aktionskreis gegen Leukämie Gießen«.

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