Stadt Gießen

Und wieder trifft es ATWler aus Gießen

05. April 2017, 19:32 Uhr
Hanke Wilsmann und Jost von Harleßem (r.) haben beide in Gießen Angewandte Theaterwissenschaften studiert. (Foto: pm)

Gießen (gl). Den diesjährigen Ponto-Performancepreis erhält das Gießener Künstlerduo Hanke Wilsmann und Jost von Harleßem. Das hat die Jürgen-Ponto-Stiftung mitgeteilt, die den Preis seit 2016 vergibt. Wilsmann und von Harleßem haben beide Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen studiert und entwickeln seit 2011 unter dem Namen »F. Wiesel« Theaterarbeiten im Bereich des Figuren-, Bild- und Objekttheaters.

»F. Wiesel hat sich der Erforschung des Zusammenwirkens aller technischen Komponenten des Theaterapparats verschrieben«, heißt es in der Begründung der Jury. »Ob die Produktions- und Wirkungsmechanismen des Stumm- und Genrefilms, die verstörenden Science-Fiktion-Szenarien von Stanislaw Lem oder, aktuell, die Universalansprüche visionärer Architektur: F. Wiesel erschafft komplexe Modellräume und -welten, um sie Dank eines unerhört spielerischen Zugriffs auf traditionelle und neue Theatertechnologien und Inszenierungstechniken multipel miteinander zu verschränken.« In ihrer aktuellen einstündigen Live-Performance »Superquadra«, die sie im Rahmen des Fleetstreet Resident Programs in Hamburg entwickelt haben und die Anfang September in Basel bei den Treibstoff Theatertagen uraufgeführt wird, erzählen Wilsmannn und Harleßem die Geschichte vom Ende der Architektur. Leonardo da Vinci, Albert Speer und Walt Disney arbeiten im Fieber an den Achsen ihrer neuen Ordnungen. Einmal angelegt, finden sich Bewohner in den schönen neuen Rastern wieder. Und irgendwann passiert, was passieren muss...

Der Performancepreis ist mit 25 000 Euro dotiert und wird jährlich an herausragende und innovative künstlerische Abschlussposition der Hessischen Theaterakademie vergeben. Er wird am 27. April im Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm verliehen. Mit dem Preis soll auch die Produktion eines neuen Stückes motiviert werden. Dieses wird dann am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt realisiert und aufgeführt.

Der diesjährigen Jury gehörten neben Martina Grohmann, Hans-Ulrich Becker, Peter Michalzik, Philipp Schulte, Matthias Pees und Marcus Droß mit einer gemeinsamen Stimme auch die ebenfalls aus Gießen stammende Künstlergruppe FUX als Preisträger des vergangenen Jahres an. Der Preis wurde 2016 erstmals vergeben und soll jährlich an Künstler vergeben werden, die sich um innovative ästhetische Ansätze bemühen und sich an der Schwelle zur professionellen Berufsausübung befinden.

Jost von Harleßem und Hanke Wilsmann sind beide Jahrgang 1987. Sie studierten Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeiten freischaffend, in den Bereichen Licht- und Videodesign, Bühnenbild und Fotografie im Raum Frankfurt. Als erste gemeinsame Arbeit entstand 2011 das Figurentheaterstück »Clarenville«. 2015 entwickelten sie für eine Vortragsreihe in Zürich die Figur Karl der Große und produzierten in Kooperation mit dem Festival Wunder der Prärie in Mannheim die performative Installation »Zakopane«.

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