Stadt Gießen

Ministerpräsident Koch informierte sich über die BOB-Aktion

15. April 2008, 22:12 Uhr
Polizeivizepräsident Hans Langecker, Polizeipräsident Manfred Schweizer und Ministerpräsident Roland Koch (v. l.) sprachen gestern im Präsidium über »BOB«, die Aktion der Polizei zur Reduzierung von schweren Verkehrsunfällen nach Alkoholgenuss. (Foto: Schepp)

Auf seinem Heimweg von der Universitätsklinik in Marburg machte der CDU-Politiker im Präsidium an der Ferniestraße Halt. Polizeipräsident Manfred Schweizer sowie der Projektleiter Manfred Kaletsch setzten den Regierungschef ins Bild. »BOB« steht für eine Kampagne der Polizei, die verhindern soll, dass Jugendliche und junge Leute sich angetrunken ans Steuer setzen.

18 bis 24-Jährige machen acht Prozent der Bevölkerung aus, sind aber zu 31 Prozent an schweren Verkehrsunfällen mit Personenschäden beteiligt. Unfällen, bei denen die Fahrer unter Alkoholeinfluss standen. Das soll sich ändern. Als im Präsidium Mittelhessen die belgische Aktion »BOB« bekannt wurde, waren die Verantwortlichen sogleich begeistert. Wer den gelben Schlüsselanhänger mit den drei gelben Buchstaben vorzeigt, sagt damit, dass er Verantwortung übernimmt, nüchtern bleibt und die anderen an diesem Abend mit klarem Kopf sicher nach Hause bringt. 160 Wirtshäuser in Mittelhessen machen bereits mit, die dem »BOB«-Fahrer ein kostenloses Getränk ohne Alkohol ausschenken- und es sollen noch mehr werden. Der Hotel- und Gaststättenverband rührt die Werbetrommel.

Der Ministerpräsident zeigte sich sehr interessiert- »meine Söhne sind 20 und 21 Jahre alt. Ich bin also sachkundig« -, ist Hessen doch bundesweit Vorreiter. Und »BOB« trägt erste Früchte, wie Kaletsch berichtete. »Die Unfallzahlen von 2007 sind im Vergleich zu denen aus 2006 rückläufig. Das ist noch ein Trend, aber den hoffen wir durch nachhaltig sinkende Zahlen von Unfällen mit Schwerverletzten zu manifestieren«, so der Projektleiter. Dem Nicht-Trinken müsse ein positives Image verliehen werden. Der »BOB«-Fahrer dürfe nicht der Depp des Abends sein, sondern er müsse als der Held des Abends geachtet werden, der sich für die anderen einsetzt.

Anfragen aus anderen Bundesländern ans Polizeipräsidium Mittelhesen gibt es bereits. In Eisenach läuft die Aktion seit zwei Monaten. Koch sagte seine Unterstützung für die lobenswerte Arbeit von Kaletsch und seinen Mitarbeitern zu. »Es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass immer weniger Unfallopfer zu beklagen sind. Was ich heute hier gehört und gesehen habe, stimmt mich optimistisch, dass das auch gelingen wird«, so der Ministerpräsident zum Abschluss seiner Stippvisite.

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