Neues Schuljahr

Liebigschule und LLG dürfen mehr Kinder aufnehmen

Gießen hat immer mehr Einwohner. Auch die Schülerzahl wächst. Zwei Gymnasien dürfen deshalb im kommenden Schuljahr mehr Kinder aufnehmen.
20. April 2017, 14:00 Uhr
168 Fünftklässler werden im kommenden Schuljahr das LLG besuchen. (Foto: Schepp)

Eigentlich dürfen Gießener Gymnasien in der Stufe 5 nur 150 Kinder aufnehmen. Für Landgraf-Ludwigs-Gymnasium und Liebigschule gibt es im kommenden Schuljahr eine Ausnahme. Am LLG wird es 168, an der Lio 166 Fünftklässler geben. Die beiden Gymnasien müssen somit im kommenden Schuljahr keine Kinder ablehnen und bilden sechs fünfte Klassen. »Wir reagieren mit dieser Entscheidung auf den kontinuierlichen Anstieg der Schülerzahlen in der Stadt«, sagte Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser. Die Entscheidung sei in Abstimmung zwischen dem Staatlichen Schulamt und der Stadt als Schulträger getroffen worden, berichtete die Stadträtin auch im Namen des kommissarischen Schulamtsleiters Volker Karger.

Entscheidender Grund für die Abweichung vom Schulentwicklungsplan (SEPl), der für die Stufe 5 an Gießener Gymnasien eine Fünfzügigkeit und damit ein Maximum von 150 Schülern vorsieht, ist nach Auskunft der Dezernentin die in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegene Anmeldezahl von Kindern aus der Stadt. Die Zahl der Anmeldungen von Schülern mit Wohnsitz im Landkreis sei seit 2012 um mehr als zwölf Prozent zurückgegangen, während die Gruppe der Kinder aus Gießen für die Jahrgangsstufe 5 um zwölf Prozent gestiegen sei.

Im Schuljahr 2012/13 hätten 869 Kinder die Klassen 5 von Schulen in Trägerschaft der Stadt besucht, »aktuell gibt es 925 Anmeldungen«.

Durch den Verzicht auf eine strikte Einhaltung des SEPl könnten Schüler »überwiegend ihre Wünsche im Hinblick auf die angestrebte Schulform realisieren«. Eibelshäuser verwies auf einen weiteren Aspekt der Regelung: Die Möglichkeit, an Lio und LLG sechs fünfte Klassen zu bilden, biete die Chance, zu einem späteren Zeitpunkt neu zugewanderte Schüler mit ausreichenden Deutschkenntnissen aufzunehmen.

Die Regelung sei in Absprache mit den betroffenen Gymnasien getroffen worden unter der Maßgabe, dass die notwendigen Ressourcen wie Räume und Personal an den Schulen vorhanden sind. Sie gelte nur für das Aufnahmeverfahren im Schuljahr 2017/18. Bei der Abweichung vom Schulentwicklungsplan nicht berücksichtigt wurde die Herderschule. Das Gymnasium verzeichnet mit 154 Anmeldungen nur einen leichten Überhang und bleibt deshalb fünfzügig.

Deutlich mehr Anmeldungen als nach dem Schulentwicklungsplan vorgesehen gibt es an zwei weiteren Oberstufenschulen, nämlich der Gesamtschule Gießen-Ost (194) und der Ricarda-Huch-Schule (144). Auf dem Sektor der integrierten Gesamtschulen gebe es eine enge Kooperation zwischen GGO und Brüder-Grimm-Schule, ähnlich verhalte es sich bei den kooperativen Gesamtschulen zwischen RHS und der Friedrich-Ebert-Schule, so dass hier der Elternwunsch in Bezug auf Schulform auf jeden Fall erfüllt werden könne, betonte Eibelshäuser.

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