Kurzweil und Anregungen beim »Fest des Guten Lebens«

Gießen (jwr). Die Frage, was »gutes Leben« ist und wie man es erreicht, treibt grübelnde Menschen seit jeher um. Abschließend geklärt wurde sie auch am Samstag in der Moltkestraße nicht, doch immerhin erhielten einige hundert Besucher verschiedensten Alters viele Anregungen, wie Gesellschaft im Kleinen fairer, nachhaltiger und schlicht entspannter gestaltet werden kann.
19. Oktober 2015, 14:43 Uhr
Wie man aus dem Inneren von Kastanien ein Waschmittel gewinnt, wurde beim »Fest des guten Lebens« vermittelt. (Foto: Jonas Wissner)

Beim »Fest des Guten Lebens« präsentierten sich ökosoziale Organisationen und Initiativen in den Räumen der »Kü-Ché« und auf dem THM-Hof nebenan, die Gäste erwartete ein vielfältiges Programm zum Zuhören, Nachdenken, Genießen und Mitmachen.

Gemeinsam auf die Beine gestellt haben das Fest die Initiative »Transition Town« Gießen, die sich für nachhaltigen Wandel im öffentlichen Raum einsetzt, sowie »Fest.Land«, eine Art alternative Agentur für Eventmanagement. Deren Begründer, die Kommilitonen Johannes Schmid und Steffen Engelbrecht, haben sich darauf spezialisiert, Veranstaltungen wie WG-Parties mit einfachen, aber kreativen Dingen auszustatten, etwa mit Lampen aus Pizzakartons.

Spenden waren gern gesehen, und doch spielte der Geldbeutel kaum eine Rolle. So gab es am Stand der Arbeitsloseninitiative Gießen Apfelsaft, der aus Früchten von Streuobstwiesen gewonnen wurde, am Foodsharing-Stand gingen Suppe und andere Leckerein aus aussortierten, aber noch einwandfreien Lebensmitteln über die Theke. Bier, Tee und Kaffee waren gegen eine Spende nach eigenem Ermessen zu haben.

Vertreten war zudem die »Free School Gießen«. Der Kerngedanke der Aktion: Interessierte bringen ihre Ideen und Fähigkeiten unentgeltlich ein und schaffen so einen Mehrwert, von dem alle profitieren können, etwa im »Nähcafé«, bei Fitness- und Fotografiekursen oder einem »Autorentreff«. Wer sein Fahrrad winterfest machen wollte, hatte dazu unter fachkundiger Mithilfe von Hobby-Schraubern Gelegenheit. Auch Workshops wurden angeboten, etwa in Sachen Yoga und Improvisations-Theater.

Während in der »Kü-Ché« gemütliche Wohnzimmeratmosphäre vorherrscht, beschallen im THM-Hof Bands die Menge. Auf der Bühne sorgen das Duo »M’n’M«, die Reggae-Gruppe »Five miles per hour« und die »Gibrasska« (Gießener Brass-Kapelle) für Abwechslung.

Im ersten Stock ist unterdes zupackende Kreativität gefragt: Die Künstler- und Ateliergemeinschaft »trafo« hat hier ihr Domizil und zeigt, wie mit einer Druckpresse im Tiefdruckverfahren Farbe auf Tetrapacks aufgebracht wird – eine Methode, die etwa beim Kupferstechen genutzt wird.

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