Krankenbett wird Karussell

28. Juni 2017, 19:43 Uhr
Dr. Pustekuchen und Dr. Löwenzahn alias Stefan Vogel und Elisa Friedrich (v. l.) verbreiten jonglierend und Musik spielend Freude unter Kindern und kleinen Patienten. (Foto: Schepp)

Kinder, die im Krankenhaus liegen, sind von Sorgen, Ängsten und Unsicherheit geplagt. Besuchen »Clowndoktoren« die kleinen Patienten, verbreiten sie am Uniklinikum zweimal in der Woche Spaß und Freude unter den Kindern – und tragen in vielen Fällen auch zum Heilungsprozess bei. Am Dienstag haben sie sich zum »Tag der Clowndoktoren« etwas Besonderes ausgedacht.

Im Foyer der Kinderklinik tobten Dr. Pustekuchen und Dr. Löwenzahn mit Besuchern, jonglierten, verarzteten Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und sangen Lieder. Außerdem verwandelten sie ein Krankenbett in ein Karussell, das sie wild im Kreis drehten. Mädchen und Jungen des Montessori-Kindergartens spielten mit den Clowns. »Das hat großen Spaß gemacht«, freute sich auch die sechsjährige Paula am Ende.

Seit 23 Jahren sind ausgebildete Künstler wie Stefan Vogel und Elisa Friedrich in der Rhein-Main-Region als »Clowndoktoren« unterwegs. Sie verstehen sich als Kameraden, die ihre kleinen Patienten beim Genesungsprozess begleiten und unterstützen wollen. Wer als Clown Kinder im Krankenhaus besuchen und unterhalten will, muss ein Casting durchlaufen. Erst nach zwei Dutzend Auftritten mit erfahrenen Clowns und nach einer Abschlussprüfung entscheidet sich, ob man regelmäßig als »Clowndoktor« tätig sein darf.

Mit ihren Verkleidungen als lustige Ärzte und mit Namen wie Dr. Schnickschnack oder Dr. Johannis Kraut versuchen die Clowns, dem Krankenhausaufenthalt eine unbeschwerte Komponente hinzuzufügen. Sie bringen mit Improvisationen, Puppenspiel, Musik und Pantomime den Kindern Freude ans Krankenbett. Durch die Einbeziehung der kleinen Patienten in ihre Späße unterstützen und fördern sie die spielerische Seite der Kinder, aktivieren deren Selbstheilungskräfte und unterstützen die medizinische Therapie durch die Kraft des Humors. Seit 2009 besuchen Clowns auch regelmäßig Menschen in Senioren- und Pflegeheimen.

»Sie überraschen die Kinder immer wieder«, hält Frank Steibli, Pressesprecher des UKGM, fest. »Sie durchbrechen die Routine der Patienten und schaffen es, den Kindern Ängste zu nehmen.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Clowns
  • Gerda Weigel-Greilich
  • Heilungsprozesse
  • Krankenhäuser
  • Patienten
  • Universitätskliniken
  • Universitätsklinikum Gießen und Marburg
  • Gießen
  • Stefan Schaal
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 3 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.