Kindern Mut machen

29. August 2017, 21:11 Uhr
Wie man Prävention mit allen Sinnen erfahren kann, zeigen bei der Ausstellungseröffnung (v. l.) Julia Birnthaler, Kathrin Fleischer (beide »Wildwasser«), Jerome Braun, Sabine Wießner-Müller, Astrid Eibelshäuser und HvB-Schulsozialarbeiterin Nataliya Grieb. (Foto: kaf)

Mehr als 55 000 Kinder und Jugendliche haben die Ausstellungen der Stiftung »Hänsel + Gretel« zur Prävention von sexuellem Missbrauch bereits gesehen. In Gießen hat die Wanderausstellung »Echt stark!« dagegen Premiere. Welchen Stellenwert man in der Region dem Pilotprojekt beimisst, wird durch die Teilnahme der Schuldezernentinnen aus Stadt und Landkreis sowie des Staatlichen Schulamts an der Ausstellungseröffnung am Montag unterstrichen.

»Jeder vierte Jugendliche hat schon einmal sexuelle Gewalt erlebt«, sagte Kathrin Fleischer von »Wildwasser« bei der Präsentation der sechs Erlebnisstationen. Dabei erlebten sie häufig, dass sie mit ihren Ängsten und Bedenken von Erwachsenen nicht ernst genommen werden. An diesem Punkt will die Ausstellung ansetzen, betonte die Vertreterin der Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch. An den Stationen werden Themen wie »Mein Körper gehört mir«, »Ich darf Nein sagen« oder »Ich darf mir Hilfe holen« behandelt. Mit den Erlebnisstationen wolle man Kindern zwischen 10 und 17 Jahren Mut machen und sie dazu befähigen, Grenzverletzungen als solche auch wahrzunehmen und zu formulieren.

Es sei wichtig, bei der Konzeption solcher Ausstellungen Dinge beim Namen zu nennen und den Kindern eine positive Auseinandersetzung mit den Themen zu ermöglichen, sagte Jerome Braun. Der Geschäftsführer von »Hänsel + Gretel« berichtete, dass die in Karlsruhe ansässige Stiftung seit drei Jahren auch von der Tour der Hoffnung unterstützt wird. Die vom Kieler Präventionsbüro »Petze« entwickelte Ausstellung wird mit 3970 Euro unterstützt. Während die Präsentation »Echt stark« speziell für Förderschüler konzipiert wurde, gibt es außerdem Formate für Grundschulen (»Echt klasse«) und für weiterführende Schulen (»Echt krass«).

Stadträtin Astrid Eibelshäuser hatte zuvor ebenso wie die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, Inge Fettig vom Staatlichen Schulamt und Helmut-von-Bracken-Schulleiterin Sabine Wießner-Müller die ganz besondere Wichtigkeit des Projekts zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen hervorgehoben.

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