Blitzcard

Im Taxi ohne Bargeld unterwegs

Bei manchen Taxiunternehmen können sich die Fahrgäste das Bargeld sparen. Sie zahlen mit Karte oder am Monatsende per Rechnung. Das soll vor allem Eltern helfen.
27. Februar 2017, 16:00 Uhr
Zahlen ohne Bargeld wird mit Blitzcard und Terminal leicht gemacht. (Foto: pd)

Die volljährige Tochter möchte am Wochenende in die Disco gehen. So richtig spannend wird’s dort aber erst ab Mitternacht. Doch wie nach Hause kommen? Bei Abholzeiten nachts um zwei oder drei streikt selbst das Elterntaxi. Dann lieber doch ein Taxi finanzieren. Das geht in Gießen auch ohne Bargeld. Einige Unternehmen der Beförderungsbranche haben sich zum Thema »Bargeldloser Transport« Lösungen einfallen lassen.

»Vor allem Eltern sind an uns herangetreten«, berichtet Uwe Müller. Viele möchten zum einen die Gewissheit haben, dass ihr Kind sicher am Ziel ankommt, wollen dem Nachwuchs zum anderen aber keine größeren Bargeldbeträge mitgeben. »So ist vor einigen Jahren die Blitzcard entstanden«, sagt der Geschäftsführer von Taxi-Blitz. Das kleine pinkfarbene Kärtchen funktioniert nach dem Prinzip einer Geldkarte. Sie kann mit einem beliebigen Betrag ab fünf Euro aufgeladen werden. Ist der Karteninhaber am Ziel, wird der fällige Betrag vom Fahrer per Terminal abgebucht. »Vor allem Eltern, die ihren Kindern keine großen Summen anvertrauen möchten, wenn sie abends unterwegs sind oder morgens zur Schule fahren, nutzen die Karte«, erklärt Müller.

Doch nicht nur mit Taxi-Blitz sind Fahrgäste ohne Bargeld unterwegs. Auch bei Lahn City Car hat man sich etwas einfallen lassen. »Wir transportieren Kinder zur Schule oder zu anderen Veranstaltungen. Am Monatsende schicken wir den Eltern eine Rechnung«, erläutert Inhaber Themistoklis Sideris das Angebot, das nach Angaben des Unternehmers von vielen genutzt wird. Bestellt werden die Fahrten telefonisch oder per E-Mail. Kunden sind häufig Eltern aus Landkreisgemeinden, die einen weiten Weg zur Bushaltestelle haben oder aus anderen Gründen auf den privaten Beförderungsdienst zurückgreifen. Kunden kommen unter anderem aus Linden, Biebertal, Lollar und Staufenberg. »Mit einem Kleinbus können wir bis zu acht Kinder mitnehmen«, erklärt Sideris. Mitunter schließen sich Eltern aus einem Viertel zusammen, so dass eine ganze Gruppe von und zur Schule befördert wird – und die Fahrten entsprechend günstiger werden. »Bei einem voll besetzten Bus aus Leihgestern kostet eine Fahrt nur knapp zwei Euro«, kalkuliert der Unternehmer, der zudem berichtet, dass seine Fahrer mitunter auch erzieherische Aufgaben übernehmen. »Manchmal müssen wir die Kinder morgens rausklingeln.«

Und manchmal sind die Kunden noch im Kindergartenalter, berichtet Taxi-Blitz-Chef Müller von einem sehr jungen Fahrgast, der täglich mit dem Taxi von der Kita abgeholt und nach Hause gebracht wird – selbstverständlich ohne Bargeld. Auch hier erhalten die Eltern am Monatsende eine Rechnung.

Taxifahren ohne Geld ist aber nicht nur etwas für junge Kunden. Auch bei Senioren steht die Gutscheinkarte hoch im Kurs. »Oft schenken Kinder ihren Eltern oder Enkel den Großeltern die Karte«, hat Müller beobachtet. Die nutzen den bargeldlosen Transport zum Arzt- oder Friseurbesuch, sie lassen sich zum Einkaufen oder in die Apotheke fahren. Bestellen kann man die Blitzcard per Post oder direkt in der Unternehmenszentrale an der Margaretenhütte.

Bargeldlos Fahrten begleichen kann man auch bei Taxi-Lang. Das Unternehmen bietet die Zahlung mit EC-Karte an. Viele Kunden erwerben zudem Gutscheine, die sie dann zum Bezahlen nutzen, berichtet ein leitender Mitarbeiter.

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