Bestatter diskutieren: Darf die Urne in den Garten?

Wettenberg (pm). Das Thema »Aufweichung des Bestattungszwangs« wird im Mittelpunkt des mittlerweile sechsten Hessischen Bestattertages stehen, der am 16. und 17. April unter der Schirmherrschaft des Hessischen Innenministers Volker Bouffier in der Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg stattfindet. Auch diesmal wieder erwartet die - nicht nur hessischen - Teilnehmer ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm, bei dem sich Information, kollegialer Gedankenaustausch und politische Interessenvertretung ergänzen.
13. April 2010, 18:30 Uhr

Wettenberg (pm). Das Thema »Aufweichung des Bestattungszwangs« wird im Mittelpunkt des mittlerweile sechsten Hessischen Bestattertages stehen, der am 16. und 17. April unter der Schirmherrschaft des Hessischen Innenministers Volker Bouffier in der Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg stattfindet. Auch diesmal wieder erwartet die - nicht nur hessischen - Teilnehmer ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm, bei dem sich Information, kollegialer Gedankenaustausch und politische Interessenvertretung ergänzen.

Zentral ist zum Auftakt am Freitag eine Podiumsdiskussion zum Leitthema des Bestattertages: »Urnen im eigenen Garten - Tribut an den Zeitgeist oder staatlich sanktionierter Tabubruch?« Hintergrund ist eine mögliche Unschärfe oder Unklarheit in der Gesetzgebung zum Bestattungswesen, die dazu geführt hat, dass in Oestrich-Winkel jüngst - mit ausdrücklicher Erlaubnis der Stadt - eine Urne in privater Erde beigesetzt wurde.

Unter der Moderation von DIB-Geschäftsführer Hermann Hubing diskutieren darüber Hermann Weber (Verbraucherinitiative Aeternitas), Paul Weimann (Bürgermeister der Stadt Oestrich-Winkel), Rahela Welp (Hessisches Innenministerium) und Manfred Zargar, als Vorsitzender des Verbandes der Friedhofsverwalter Deutschland eher orthodox, was den Friedhofszwang angeht. Aeternitas hat jüngst eine Studie vorgelegt, die sich mit der Frage befasst, ob die Urne mit nach Hause genommen werden darf.

Der Geschäftsführer von »hessenBestatter«, Hermann Hubing, wird zusammen mit Rainer Gebhardt (Vorsitzender des Bundesausschusses Bestatter) sowie dem Präsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp gemeinsam mit dem Prüfungsausschussvorsitzenden Michael Bücking die Urkunden an die ersten »Bestattermeister« überreichen. Auch werden Urkunden zum »Geprüften Bestatter« ausgehändigt - beides Gütesiegel der Branche.

Der Geschäftsführer der Bestatterinnung Saar, Rechtsanwalt Michael Peter, unter dem provokanten Titel »Recht haben allein genügt nicht, man muss auch zu seinem Recht kommen« über die aktuelle Rechtsprechung der Sozialgerichte referieren. Der Referent Berufsbildung beim Bundesinnungsverband für das Bestattungsgewerbe, Arne Bretschneider, informiert unter dem Motto »Bestattungsfachkraft - geprüfter Bestatter - Bestattermeister« über Aus- und Weiterbildungsmodule im Bestattungsgewerbe. Zum Abschluss des ersten Tages thematisiert Viktoria Beck (»Via Decosa - Funeral Ambiente«, Herford) »Trauergestaltung - zeitgemäß und individuell«. Der Samstagvormittag wird eröffnet mit einem Diskussionsforum zum Thema »Trauergespräche im 15-Minuten-Takt ? - Dienstleistungen des Bestatters zwischen Preisabgabenverordnung und individueller Betreuung«. Ausgehend von den flächendeckenden Abmahnungen der Verbraucherzentrale Hamburg werden Edda Castello (Verbraucherzentrale Hamburg), Peter Meyer (Bestatter, Michelstadt) und Hermann Weber (Verbraucherinitiative Aeternitas) wahrscheinlich recht kontrovers diskutieren. Nach der wohlverdienten Kaffeepause stehen Erfahrungsberichte aus der Praxis zur Qualitätsoffensive »Der Bestatter - sehr gut« auf der Tagesordnung. Mehrere Bestatter schildern im Gespräch mit Volker Kreft, Geschäftsführer der Qualität im Handwerk Fördergesellschaft mbH, ihre Erfahrungen mit dem neuen »Qualitätssiegel«. Anschließend wird Lars Polomski von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. über das Thema »Schwachstellenanalyse durch Betriebsvergleich« referieren, um die Bestatter von dem individuellen Nutzen eines »Benchmarking« auch in ihrem Gewerbe zu überzeugen. Abgerundet wird der Branchentreff wiederum durch eine umfangreiche Produkt- und Dienstleistungspräsentation von Partnern.

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