Mauerfall-Trabi aus Bersrod am 9. November in Berlin

Reiskirchen/Berlin (pm). Es war fast wie vor 25 Jahren: Knatternd und qualmend fuhren rund 80 Trabis am Sonntag quer durch Berlin. Zum Mauerfalljubiläum waren auch Christel und Manfred Wagner aus Bersrod in die Hauptstadt gekommen. Mit ihrem Mauerfall-Trabi nahmen sie an einer historischen Rundfahrt teil.
11. November 2014, 16:38 Uhr
»Eine irre Atmosphäre«: Christel und Manfred Wagner aus Bersrod mit ihrem Mauerfall-Trabi beim Korso zum 25-Jährigen der Grenzöffnung in Berlin. (Foto: pv)

»Es war toll, überall diese strahlenden Gesichter zu sehen«, freute sich Christel Wagner. »Eine irre Atmosphäre. Es hat sich in jedem Fall gelohnt, hierhergekommen zu sein«, ergänzte ihr Mann. Besonders bewegend sei die Fahrt über die Böse-Brücke an der Bornholmer Straße gewesen, genau dort, wo sich vor 25 Jahren die Grenzen zwischen Ost- und Westberlin öffneten und Tausende DDR-Bürger in den Wedding strömten.

An dem Korso beteiligten sich auch Trabi-Fans aus Tschechien, Holland, der Schweiz und Frankreich. Für die Wagners endete die Fahrt am Berliner Trabi-Museum in unmittelbarer Nähe der früheren Mauer. Dort war ihr Trabant Baujahr 1982 beliebtes Foto-Objekt bei den Besuchern aus aller Welt.

Dankeschön für Unterstützung

»Wir hatten sehr viele schöne Begegnungen und kamen mit vielen Menschen ins Gespräch«, freuten sich die beiden Bersröder. Ihr Mauerfall-Trabi war eigens für das Jubiläumsjahr von der ursprünglich aus Leipzig stammenden Künstlerin Andrea Grube gestaltet worden. Auf ihm sind verschiedene markante Stationen in Ost und West künstlerisch festgehalten worden, darunter das Holstentor in Lübeck, die Leipziger Nikolaikirche und das Rathaus in Stralsund. Die Idee nach Berlin zum Mauerfall-Jubiläum zu fahren, war auf der Frankfurter Buchmesse entstanden.

Unterstützt wurde ihre Aktion vom Berliner epubli-Verlag und den Buchautorinnen Maren Martell und Kathrin Höhne, die ebenfalls in Berlin mit Zeitzeugen unterwegs waren. Anlässlich »25 Jahre Mauerfall« präsentierten sie in der Hauptstadt ihr neues Buch »Meine Freiheit – Geschichten aus Deutschland« mit 25 Porträts aus Ost und West. Manfred Wagner hatte den Trabi gleich nach der Wende von einem Studenten aus Rostock geschenkt bekommen. Diesem hatte er bei der Suche nach einem Praktikum im Westen geholfen. »Und da wollte er nicht länger mit einem Ostauto herumfahren«, erinnert sich Wagner. Als ein ganz besonderes Erlebnis schildert er, als am Sonntag in Berlin Tausende weiße Ballons in den grauen Abendhimmel stiegen und an den Fall der Berliner Mauer vor genau 25 Jahren erinnerten. »Das war ein ganz besonderer Moment.«

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