Engagierte Dorfgemeinschaft in Allertshausen

Rabenau (rüg). Der Himmel meinte es gestern gut mit den Allertshäusern: Er präsentierte sich blau-weiß, und die Sonne strahlte auf das Bergdörfchen hernieder, als die Bewertungskommission unter der Leitung von Margot Schneider sich im Rahmen des Wettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« auf einer Besichtigungstour über die Aktivitäten in dem Rabenauer Ortsteil informierte.
18. September 2014, 16:18 Uhr
Eine der ersten Stationen beim Rundgang durch den Ort war die Dorfkirche.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Kurt Hillgärtner (»Ich bin hier geboren und lebe gern hier!«) und Ortsvorsteher Egon Kellermann) moderierte Inge Krieb die Präsentation im Dorfgemeinschaftshaus, die einen Einstieg in die anschließende Tour durchs Dorf gab.

Krieb wies auf die gute öffentliche Anbindung des Dorfes durch die nahe A5 und den öffentlichen Nahverkehr hin, außerdem auf das schnelle Internet, dessen Ausbau im Januar abgeschlossen wurde. Kindergarten und ortsnahe (wenn auch nicht im Ort befindliche) Schulausbildung, Lebensmittelgeschäft, mobile Verkaufswagen (Bäcker, Metzger) und eine Gaststätte seien Pluspunkte in der Infrastruktur.

Darüber hinaus stünden die zahlreichen Vereine für ein gutes Zusammenleben, das es zu erhalten und auszubauen gelte: »Wir verstehen unser Dorf als Dorf. Wir möchten unsere unverwechselbare Identität erhalten. Wir wollen unser Dorf lebens- und liebenswert erhalten und gestalten. Wir möchten unser Dorf auch in Zeiten des demografischen Wandels zukunftsfähig machen.«

»Aktive Bürger, reges Vereinsleben«

Trotz Bevölkerungsrückgangs gebe es kaum Leerstände im Dorf. Nachfragen seien momentan nicht bedienbar, ein neues Baugebiet solle kommen. Und dass es für Jung und Alt etwas in Allertshausen gebe, bewiesen Nachmittage, Gymnastik und Ausflüge für Senioren sowie die Jugendgruppen der Vereine für den Nachwuchs. Die Angebote reichten von Krabbelstunden für die Jüngsten bis hin zur Seniorenweihnachtsfeier, die von der Burschenschaft als Dank an die älteren Mitbürger organisiert werde.

Ein Pluspunkt in Allertshausen sei, dass es eine aktive Bürgerschaft, ein reges Vereinsleben und eine Vereinsgemeinschaft gebe, die die Aktivitäten koordiniert. Die Bevölkerung nehme aktiv an der Gestaltung und Verschönerung des Ortsbildes teil und übernehme beispielsweise Patenschaften für Grünanlagen. Aktivitäten und Veranstaltungen, die von jung und alt wahrgenommen würden, seien das traditionelle Teichfest, der alljährliche Holzverstrich, der Ortssporttag und die Faschingsveranstaltung. Das Dorfsingen und Konzerte des Mandolinenvereins rundeten die Angebote musikalisch ab.

Dem Anspruch »grünes Dorf« werde man mit Biotopen zum Beispiel im »Alten Feld«, einem Landschaftsschutzgebiet »Auf dem Köppel« und einer Ausgleichsmaßnahme für den Schwarzstorch im Zuge des Windkraftanlagenbaus in Geilshausen gerecht.

Auch wie die Allertshäuser »Feldhoase« zu ihrem Spitznamen gekommen waren, erklärte Krieb der Kommission: Als früher die Dorfbewohner zu Fuß zum nächsten Station der Lumdatalbahn liefen, sei mancher gerade so auf den letzten Drücker gekommen und habe sich mächtig beeilen müssen, den Zug noch zu erreichen. Da schmunzelten andere Fahrgäste: »Guck, do komme se wirre, wej die Feldhoase!« Das sorgte zu Beginn der Veranstaltung ebenso für gute Laune wie das Video zu »Happy« von Pharrell Williams, das die Tanzgruppe des Gymnastikvereins Allertshausen im April auf Youtube präsentierte und das am Ende des Rundgangs im DGH noch einmal zu sehen war.

»Ich beneide Sie um ihr Video, das ist super, das muss man sich anschauen«, lobte Kommissionsleiterin Schneider. Hier merke man, dass Jung und Alt zusammenstünden. Sie wünschte den Allertshäusern weiterhin eine »so engagierte Dorfgemeinschaft«. Am 6. Oktober würden die Ergebnisse des Wettbewerbs bekannt gegeben. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung sei geplant jedoch noch nicht terminiert.

Wichtig sei, so Bürgermeister Hillgärtner, den Ort durch den Wettbewerb bekannt zu machen: »Ich bin sehr, sehr zufrieden. Das war eine super Präsentation. Das Dorf hat gezeigt, dass es zusammenhält, wenn es gefordert wird.« So schätzt es auch Ortsvorsteher Kellermann ein: »Ich sehe sehr gute Chancen für Allertshausen.«

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