Rabenau

Festgottesdienst in Londorf: Werbung für Chorgesang

24. Juli 2014, 16:18 Uhr
150 Jahre »Dom der Rabenau«: Es singen, dirigiert von Barbara Frank (Nordeck-Winnen), die vereinigten Chöre – Kirchenchor Londorf, Kirchenchor Nordeck-Winnen, »Regenbogen«, »Arndtono«, Gesangverein Liederkranz Kesselbach.

Von Krieg sind derzeit die Nachrichten voll. Und dann noch eine Drohne über Londorf? Doch die fliegt für einen friedlichen Zweck, denn die vermeintliche Drohne ist ein Hubschrauber mit Spezialkamera, die den Dom der Rabenau aus einer für »Otto Normalverbraucher« ungewohnten Perspektive aufnimmt. Weil das neue Kirchenschiff am alten Wehrturm in diesem Jahr 150 Jahre alt wird und die evangelische Gemeinde Londorf am Wochenende ganz in Feierlaune war, soll ein Blick von oben das Sahnehäubchen des Jubiläums sein.

Für den Kirchenvorstand begrüßte Ursula Lich. Pfarrer Leissler informierte, dass am kommenden Sonntag, 27. Juli, um 19 Uhr, im Gottesdienst vor Ort der Flug über den Dom und die Kirche in Climbach gezeigt werde.

Appell: Flüchtlinge gut aufnehmen

Ein christliches Jubiläum ist, wenn man dabei zuerst an andere denkt. »Flug« als Stichwort schwebte noch einmal durch den Kirchenraum. Krieg oder kriegsähnliche Zustände herrschten in »zwei Flugstunden von uns«, sagte Bürgermeister Kurt Hillgärtner, der namens der Verwaltungsgemeinde Rabenau der Kirchengemeinde Londorf ein Grußwort überbrachte. Insofern sollte Londorf die Flüchtlinge, die noch dieses Jahr (Spätherbst) kämen, »herzlich bei uns aufnehmen«. Am 2. September finde dazu im Vorfeld eine Informationsveranstaltung in der Lumdatalhalle statt.

Pfarrer Leissler sagte, es würden vielleicht auch »schwierige Leute« kommen. Mit seiner rhetorischen Frage: »Haben wir in Londorf schwierige Menschen?« wollte der Pfarrer schlicht verdeutlichen, dass solche wohl überall zu finden seien. Der hintergründige Humor fiel jedenfalls an diesem Sonntagmorgen auf fruchtbaren Boden. Natürlich langte Pfarrer Leissler auch beim Kirchenvorstand hin. Es gebe bekanntlich sieben Sorten Menschen in Londorf, im Kirchenvorstand seien es aber 14. Betreffs der Flüchtlinge gab sich Pfarrer Leissler zuversichtlich: »Es kommen auch reizende Menschen, vielleicht sogar welche, die singen können.«

Dann die Jubiläumskollekte: Ob Pfarrhaus oder Gemeindehaus, »wir bräuchten sie dringend selbst«, so Leissler. Andere bräuchten diese aber noch viel dringender, etwa die von der Niddaflut geschädigten Bewohner von Wallernhausen. Dorthin wurde die gesamte Kollekte überwiesen.

Arndt Roswag sprach die Hoffnung aus, der zum Jubiläum formierte Projektchor aus Singstimmen der Kirchenchöre Londorf, Nordeck-Winnen, von den Chören »Regenbogen« und »Arndtono« sowie des Gesangvereins Liederkranz Kesselbach werde sich auch künftig das eine oder andere Mal zusammenfinden. Arndt verspürte durch die gemeinsame Arbeit für das Jubiläum so etwas wie Hoffnung für den Chorgesang. Die jüngste Singstimme sei jedenfalls gerade zwölf Jahre alt (Celine Burk, Chor Regenbogen) und die älteste 90 Jahre (Helene Horn, singt seit 60 Jahren im Kirchenchor Londorf). Noch jemand dürfe nicht vergessen werden. Organistin Wilma Dörr spiele schon 75 Jahre die Kirchenorgel, also die Hälfte der Jubiläumszeit.

Pfarrer Leissler predigte über den Psalm 127, Verse eins und zwei. Kurzum, dieses Haus sei aus Steinen gebaut, aber die Gemeinde, die es nutze, gründe sich auf seine Bewohner. Also nicht nur den Pfarrer, sondern viele Hände und Ideen. Wie es sich in einer lutherischen Gemeinde wie der Londorfer gehört, wurde ordentlich gesungen, etwa »Möge die Straße« und »Locus iste«.

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