Kesselbach: Neues Löschfahrzeug und Anbau 2015 im Plan

Rabenau (sbl). Am Ende der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kesselbach am Samstag in der Gaststätte Schomber stand Bürgermeister Kurt Hillgärtner in der Kritik. Der Vorwurf: Hillgärtner habe seine Versprechungen bezüglich des Umbaus des Gerätehauses bisher nicht gehalten.
22. Januar 2013, 16:43 Uhr
Ehrungen bei der Feuerwehr Kesselbach: (von links) Walter Maikranz, Helmut Schneider, Ludwig Schomber, Willi Mönicke, Erich Becker, Egon Philipp, Roland Richter, Tanja Vogt, Martin Berg, Martin Vogt und erste Vorsitzende Heike Reinhardt. (Foto: sbl)

Auch seien die 2008 vom technischen Prüfdienst festgestellten Mängel in den Umkleiden noch nicht beseitigt worden. Darüber hinaus wurde auf die »katastrophalen Sanitäranlagen« hingewiesen. Die für Feuerwehren vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen könnten deshalb nicht eingehalten werden.

Erster Beigeordneter Andreas Hübl vertrat den Bürgermeister, Ortsvorsteher Ingo Lich war erkrankt und wurde durch seinen Stellvertreter Manfred Dietzler vertreten. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Klaus Linker (Rüddingshausen) sicherte ein neues Löschfahrzeug für Kesselbacher Wehr für 2015 zu. Laut Hübl soll dann auch der Anbau in Angriff genommen werden.

Vorsitzende Heike Reinhardt zollte den aktiven Mitgliedern hohe Anerkennung. Besonders Wehrführer Marcus Becker, Jugendfeuerwehrwart Martin Berg und Bambinibetreuerin Stephanie Hasselbach wurden aufgrund des großen Engagements lobend hervorgehoben.

Zum Jahresprogramm gehörten zunächst das Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume (wobei besonders wieder die Bambinis der Wehr mit Feuereifer dabei waren), der anschließende gesellige Nachmittag mit dem Spielmannzug des TV, der Kinderfasching und das Ortspokalschießen, bei dem die Damen zum dritten Mal hintereinander siegten, sowie das Sommerfest Ende Juni.

Beim Kommers des TV im April übernahm man den Thekendienst. Der Kirchengemeinde wurde an Himmelfahrt der Feuerwehrplatz zur Verfügung gestellt. An Pfingsten nahm die Wehr am Festzug des Turnvereins mit einer Fußgruppe teil. Der Kreisfeuerwehrverbandstag in Villingen im Juli stand für die Kesselbacher im Schatten des Todes des Ehrenvorsitzenden Otto Schaaf. Daher beteiligte man sich nur am Festzug. Zum Wintervergnügen der Kameraden aus Heuchelheim fuhr eine kleine Abordnung.

Über die Kassenlage berichtete Tanja Vogt Auf Antrag der Kassenprüfer Harald Kwartnik und Peter Maus erfolgte die Entlastung des Vorstands einstimmige. Fabian Richter und Sascha Müller wurden ebenso einmütig als neue Kassenprüfer gewählt.

Jugendfeuerwehrwart Martin Berg wurde für 15-jährige und Tanja Vogt für 25-jährige (20 Jahre Vorstandsarbeit als Rechnerin) geehrt. Roland Richter und Martin Vogt sind seit 30 Jahren Mitglied und Erich Becker seit 40 Jahren aktiv. Für 40 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Egon Phillipp, Walter Maigranz und Helmut Schneider zu Ehrenmitgliedern ernannt: Für 60-jährige Treue galt Ludwig Schomber ein Dankeschön. Begrüßt wurde auch Ehrenvorstandsmitglied Jürgen Schaaf. Ashley Edge und Nikki Edge wurden durch Wehrführer Markus Becker jeweils zur Feuerwehrfrau ernannt.

Marcus Becker berichtete von zwei Brandeinsätzen 2012: einem Hecken- und einen Dachstuhlbrand. Außerdem gab es vier Hilfeleistungseinsätze und drei Fehlalarme. Bei der Osterdisco in der Lumdatalhalle leistete man den Brandsicherheitsdienst.

340 Stunden für die Ausbildung

Zwecks Brandschutzerziehung war Diana Dietz in Kindergräten und Grundschulen aktiv. Für die Ausbildung der Einsatzkräfte erfolgten zehn Unterrichtsstunden und 15 Übungen. Insgesamt investierten alle Kameradinnen und Kameraden 340 Stunden in die Ausbildung. Für die Atemschutzträger kamen noch ein theoretischer Unterricht und die Begehung der Atemschutzstrecke in Gießen hinzu.

Eine gemeinsame Übung gab es mit der Londorfer Wehr sowie eine Alarmübung mit allen Rabenauer Feuerwehren im Mai in Allertshausen. Simuliert wurde dabei ein Grasbrand auf einer ehemaligen Windwurffläche. Im September wurde eine gemeinsame Übung mit Odenhausen und Geilshausen in der Nähe des Freizeitcamps abgehalten. Dank für vorbildliche Jugendarbeit galt Jugendfeuerwehrwart Martin Berg. Dieser berichtete, dass 2012 acht Unterrichte und 13 praktische Übungen erfolgten, wobei der Schwerpunkt auf »Einheiten im Löscheinsatz« lag. Erstmals nahm man in Geilshausen an der Jugendflamme teil. Sieben Kesselbacher Kinder waren erfolgreich.

Im Oktober fand auf »Rauhannesse Hob« eine gemeinsame Abschlussübung aller Rabenauer Jugendfeuerwehren statt. Zu den gemeinsamen Freizeitaktivitäten zählten Besuche der Bowling-Bahn Gießen, im Kino und im Schwimmbad in Marburg und gemeinsam mit der Einsatzabteilung ein Ausflug zum Kreisverbandstag in Hungen-Villingen. Es gab zwei Neuzugänge, ein Mädchen und ein Junge. Drei Kinder waren ausgeschieden. Der Mitgliedsbestand aktuell: acht Jungen und ein Mädchen.

Bambinibeitreuerin Stephanie Hasselbach berichtete, dass zurzeit fünf Jungen in der Bambinegruppe betreut werden. Auch hier wurden zahlreiche altersgerechte Übungen veranstaltet. Mit selbstgebauten Floße fuhr man auf dem Kesselbach und der Lumda, besuchte die Feuerwehr in Londorf und nahm beim Treffen der Bambinifeuerwehren im Lumdatal in Mainzlar teil. Zum Jahresabschluss gehörte ein DVD-Abend mit Pizza bei Stefanie Hasselbach.

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