Pohlheim

Lebensmittel-Experten bei ARS-Schülerfirma PITec

13. Dezember 2011, 11:13 Uhr

Die Lebensmittelchemikerinnen Nicole Jelen und Dr. Barbara Weinert waren auf Einladung von Lehrer und PITec-Initiator Bernhard Krenig aus Wiesbaden angereist und informierten die Belegschaft der Schülerfirma über die Arbeit der Landesbehörde und die Vorschriften, die es im Umgang mit Lebensmitteln zu beachten gibt.

Hintergrund des Besuchs ist das aktuelle Projekt der Schülerfirma, die Produktion und Vermarktung eines Fruchtsaftgetränks. »Da es hierbei nicht um irgendein Gebräu geht, das als Produkt schulischen Chemieunterrichts ein verhältnismäßig kurzes Dasein führt,… sondern um ein marktfähiges, hochwertiges Getränk, müssen Zutaten, Herstellung, Benennung und viele andere produktionsspezifische Verfahren dem geforderten Standard entsprechen und alle Kriterien erfüllen, die in den zahlreichen gesetzlichen Vorschriften (Hygieneverordnung, Fruchtsaftverordnung etc.) gefordert werden«, heißt es in einer Pressemitteilung der ARS.

Füllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum
Zutatenverzeichnis und mehr sind wichtig

Die Referentinnen gaben den Schülern zunächst einen Überblick über die Organisation der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Hessen und die Arbeit des LHL. Zur Kernaufgabe dieser landesweit an fünf Standorten ansässigen und in ebenso viele Fachabteilungen gegliederten Behörde gehört es, die Gesundheit des Verbrauchers nach dem Prinzip »Vom Acker bis zum Teller« zu schützen und ihn vor Irreführung und Täuschung zu bewahren. Hierbei spiele die Hygiene eine entscheidende Rolle, so die Referentinnen. Eine saubere Küche mit einer guten Hygienepraxis sei die Voraussetzung dafür, nachteilige Einflüsse auf die Qualität der produzierten Lebensmittel zu vermeiden. Ohne Kontrolle ginge es auch hier nicht, erfuhren die jungen Unternehmer, und das sei in besonderer Weise die Aufgabe des LHL, das die eingeschickten Proben der Kontrolleure untersuche und nach den Befunden auch die Gutachten erstelle.

Jelen und Weinert gingen schließlich speziell auf das Vorhaben von PITec ein: Die Produktion eines Getränks. Man staunte nicht schlecht, als es darum ging, wie genau Inhaltsstoffe, Rezeptur und Zubereitung auf dem Etikett wiederzugeben sind. So sei das von PITec produzierte Getränk ein Apfel-Johannisbeer-Holunderbeernektar und jede abgefüllte Flasche sei mit Füllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum, einem Zutatenverzeichnis und der Anschrift der Hersteller zu versehen.

ARS-Leiter Norbert Kissel schreibt, dass zu den Zutaten des PITec-Getränks keine künstlichen Aromastoffe und Konservierungsmittel gehören. Wohlschmeckend, durststillend und gesund sei das Produkt – und damit gut, so die Jugendlichen, die auf ihre Kreation stolz seien.
Mit der Einbeziehung der Hessischen Lebensmittelkontrollbehörde in beratender Form seien nun alle Voraussetzungen für die erfolgreiche Produktion eines Getränks geschaffen, das der Verbraucher mit Genuss verzehren könne. Man dürfe gespannt sein, so Kissel, wie der Mehrfruchtnektar (so eine seiner möglichen »Verkehrsbezeichnungen«) auf dem Markt »einschlägt«. Die Landesbehörde habe mit diesem Besuch Bürgernähe demonstriert und gezeigt, dass ihr auch die Arbeit mit jungen Menschen wichtig sei.

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