Pohlheim

2500 Fans bei Pohlheimer Rocknacht

16. Mai 2010, 23:18 Uhr
Zu der Musik von »Middle of the Road« wurde fleißig mitgesungen und geklatscht.

Pohlheim (js). 2500 Fans sangen und tanzten in der Nacht zum Sonntag bei der Classic-Rock-Night zu den immer noch frischen Songs bekannten Bands der 70er und 80er Jahre: »Hot Chocolate«, »T-Rex«, »Middle of the road« und den »Rubettes«. Man hatte sich auf ein Wiedersehen mit den Bands gefreut, allerdings gingen nicht alle Partygäste so ganz glücklich von der Watzenborn-Steinberger Mockswiese nach Hause. Zwar bewiesen alle Gruppen hervorragende musikalische Qualitäten, verwöhnten das Publikum mit geschliffenen Gitarrenriffs (herausragend: Graham Oliver von »T-Rex«) - aber die unterschiedlichen Stilrichtungen der Bands wollten sich irgendwie nicht zu einem vollständigen Puzzle zusammenfügen.

Einen regelrechten Stimmungsbruch gab es, als die »Rubettes« (bekannt durch ihren einstigen Hit »Sugar baby love«) A-cappella-Lieder anstimmten, wozu Billy Joels »The longest time« gehörte. Da wurden auch die Tapfersten auf der Tanzfläche ungeduldig, zumal sie zuvor zu der Musik von »Middle of the road« mitgesungen und mitgeklatscht hatten. Überhaupt: »Middle of the road« war die große Überraschung der von Radio »Harmony.fm« moderierten Rock-Nacht.

Zwar kennt man von den Schotten ein paar nette Liedchen wie »Soley soley« und »Sakramento«. Zur Band gehören - je, nachdem sie zu dritt oder viert auftritt - Ian McCredie (Gesang, 12-seitige Gitarre, Gründer der Band), Stuart McCredie (Leadgitarre, Schlagzeug, Gesang), Stephan Ebn (Schlagzeug, Gesang) und die fantastische Lead-Sängerin Lorna Bannon (seit 2001 bei der Gruppe). Dass die Gruppe auch so feine Versionen von »Gimme, gimme, gimme« (»Abba«) und »River deep« (Tina Turner) drauf haben, hatten sicher nur die wenigsten Rockfans im Zelt geahnt. Gern hätte man zu der Musik von »Middle of the road«, die ja quasi nur eine Art »Vorgruppen-Funktion« hatte, noch lange weitergetanzt, aber dann sorgten die »Rubettes feat. Alan Williams« für die bereits erwähnte Absacke.

Später besannen sich die »Rubettes« auf ihre eigentlichen Qualitäten mit einer Trommel-Session und Coverversionen bekannter Soulhits wie »Midnight our« von Wilson Picket. Umso mehr überzeugte dann »T-Rex«. Die Band, die als Erfinder des Glam-Rock gilt, hatte sich nach dem Tod von Marc Bolan glücklicherweise nicht aufgelöst und verfügt nicht nur mit dem bereits erwähnten Graham Oliver über Spitzeninstrumentalisten. Zu Hits wie »Children of the revolution«, »Get it on« oder »Teenage dream« ließ sich wunderbar tanzen.

Dank »Hot Chocolate« ging es bei der Party noch mal richtig rund

Das gilt natürlich auch für »Hot Chocolate«, die die Ehre hatten, 1981 auf der Hochzeit von Lady Diana und Prinz Charles zu spielen. Damals war noch Leadsänger Errol Brown dabei - nach dessen Abschied aus der Gruppe scharte Patrick Olive weitere Gründungsmitlieder um sich und holte Greg Bannis als neuen Sänger. Hundertprozentig erreicht die britische Band nicht mehr ihren ursprünglichen satten Sound - aber Songs wie »You sexy thing«, »Emma«, »Brother Louie«, »Heaven is in the back seat of my Cadillac« oder »No doubt it« gehen nach wie vor ins Blut. So steigerte sich nach Mitternacht die Party im Pohlheimer Mockswiesenfestzelt dann nochmal richtig, bevor »harmonie.fm«-Moderator Steffen Popp und Veranstalter »bill« schließlich dem tollen Publikum dankten, das auch einige Schwächen im Programm verzieh und nonstop durchtanzte.

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