Lich

Gießener Band Lavender spielte unplugged im Kulturzentrum

25. März 2013, 09:08 Uhr
Die Vingerling-Schwestern Carlijn, Anouk und Floortje überzeugten mit ihrem verträumten Gesang im voll besetzten Saal des Kulturzentrums. (Foto: nab)

Gerson Engel aus Gießen, Ingenieur, Tontechniker und Musiker, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Räumen und ihren akustischen Problemen und nahm sich zum Konzert der ehemaligen Synagoge an.

»Lavender mal anders« war angekündigt, mit weniger Drums und mehr Cajón, Kongas, Rassel und Glockenspiel – und das haben Peter Bongard (Piano, Melodica), Markus Wach (Kontrabass) und Jörg Dobrick (Schlagzeug, Congas etc.) auch gehalten. Geblieben ist aber der verträumte Gesang, den die Vingerling-Schwestern Anouk, Floortje und Carlijn den Zuhörern im voll besetzten Saal präsentierten. Und die gefiel auch ihren beiden extra aus Holland angereisten Cousinen.

Zunächst boten sich die jungen Damen einzeln dar. Im Alter von 16 Jahren hat Anouk das Lied »Flow« geschrieben und nun zeigte sie, dass es auch noch zehn Jahre später nett anzuhören ist. »Dare« (Trau dich) hieß der Song, den Floortje mit ihrer ersten Teenagerband geschrieben hatte und der verträumt und gefühlvoll daherkommt.

Idyllische Melodien

Den Titel »You« vom Debütalbum »Tiger« hauchte Carlijn ins Mikrofon, wobei stets im Refrain die klaren Stimmen der anderen beiden Sängerinnen einsetzten, bis ein völlig harmonisches Konstrukt an mehrstimmigem Gesang sich entspann, um den ganzen Raum einzunehmen. Lavenders Musik ist charmant, ehrlich und authentisch.

Idyllische Folkmelodien präsentierten die Musiker beispielsweise beim Cover von Neil Youngs »Harvest Moon«, und auf Deutsch präsentierten sie Alin Coens »Ich war hier«. Kraftvoll und rhythmisch ging es beim Lied »Tiger« zu, das einem starken und schönen Mann gewidmet war, oder beim Coldplay-Cover »Sleeping Sun«. Aber auch bei anderen Titeln wie »The Ladybird« (Marienkäfer) oder »Lost in Reverie« zeigten die Musiker stets eine Mischung aus Folk, Pop, Blues, garniert mit Balladen und viel Soul. Selbstkomponierte Hits wie »Don’t you be scared« oder »Say it out loud« trugen die Schwestern mit sichtlich viel Spaß vor.

Alles in allem war das Konzert ein »besonderes Hörerlebnis«, wie Peter Damm vom Veranstalter »künstLich« mit Blick auf die Akustik angekündigt hatte. Und weil die Gießener Musiker von Lavender gerne nach Lich kommen – vergangenen April stellten sie im »Kino Traumstern« ihr Debütalbum vor, welches elf Eigenkompositionen enthält – ist auch schon der nächste Auftritt geplant: In das Kulturzentrum Bezalel-Synagoge werden sie bereits am Samstag, 20. April, zurückkehren, zusammen mit den Duo »Famous October«.

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