Hungener Schüler spielen Nuran David Calis »Dog eat Dog«

Lich (nab). Der Hass, der Neid und die Eifersucht fegen zerstörend durch die Jugend, zerfetzen das kleine Glück und die Hoffnung. Daniel Komma vom »Theater Traumstern« hat mit Schülern der Hungener Gesamtschule Nuran David Calis rasantes Stück »Dog eat Dog« inszeniert.
19. Juni 2012, 08:48 Uhr
Laura Peppler als »Lilli« und Sebastian Hofmann als »Tom« am Sonntag auf der Licher »Traumstern«-Bühne. (Foto: nab)

Es geht um die Jugend in einer Plattenbausiedlung, ihr perspektivloses Leben und ihre verbleibenden kleinen Hoffnungen. Machtspiele, Verzweiflung und der Drang, sich nicht ins Schicksal fügen zu wollen – das alles wird unterlegt mit deftigen Beats von Eminem und türkischem Rap, aber auch zarten und sehnsuchtsvollen Klängen bei einer rasanten Story.

Theater will Genossenschaft stützen

Serkan (gespielt von Bertac Alabay) ist Türsteher im angesagten Club »Glashaus« und verlässt sich ganz auf seine Fäuste – bis er Pola (Selina Diehl) kennenlernt. Sie will Schauspielern werden, übt Shakespeares »Othello« und wartet jede Nacht an einer Bushaltestelle auf den Bus in Richtung Süden. »Raus, aus der Plattenbausiedlung, raus aus der Müllhalde – dorthin, wo man atmen kann« – dorthin will sie. Serkan verliebt sich, will mit ihr abhauen, aber davon sind seine Kumpels Tom (Sebastian Hofmann) und Marco (Arif Altintas) wenig begeistert.

Während Tom von einem Job träumt und Lillis (Laura Peppler) Annäherungsversuchen ausweicht, bekommt Marco richtig Stress mit Widersacher Viktor (Florian Fay), wegen Geschäften und wegen Freundin Ziska (Anna Lena Hecker). Die Handlung lässt einen Sog enstehen, untermalt von immer aggressiver werdender Musik, der die Figuren einem auswegslosen Ende zuführt.

Poesie, Slang und Jugendsprache greifen bei »Dog eat Dog« ineinander, gleichzeitig zeigen die Darsteller die intensive Gefühle der Charaktere, ihre Ausweglosigkeit, ihren Zorn, ihre Verzweiflung, aber auch ihre Hoffnung, die am Ende doch wieder tragisch genommen wird.

»Das Stück eignet sich für die Klassen 9 bis 13«, sagt Regiesseur Komma, der mit Co-Regiesseur Maximilian Weiß, das Stück auf die Bühne gebracht hat. Die Regieassistenz von Larissa Schön, die Maske durch Natascha Pranz und Vanessa Wagner sowie die Technik durch Sebastian Hartings sorgten für eine gelungene Premiere am Sonntag.

Weitere Schulvorstellung sind geplant am 18. am 22. sowie vom 25. bis 27. Juni jeweils um 10 Uhr im Kino »Traumstern«. Bei Nachfrage gibt es weitere Termine nach den Sommerferien. Mit dem Erlös der Eintrittspreise von 4,50 Euro pro Schüler will sich das »Theater Traumstern« an der Genossenschaft beteiligen, die im Rahmen von »Rettet das Kino Traumstern« gegründet werden soll.

Nachfrage: info@theater-traumstern.de

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