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Lavender stellte im Traumstern erste CD »Tiger« vor

13. April 2012, 12:58 Uhr
Carlijn, Floortje und Anouk Vingerling (von links) bei der »Tiger«-Release-Party von Lavender; im Hintergrund Jörg Dobrick (Schlagzeug). (Foto: juw)

Nach drei Jahren des gemeinsamen Musizierens hatte die Band zur Release-Party ihres ersten Albums »Tiger« geladen, das sie vor ausverkauftem Haus präsentierte: Das stilvolle Design stammt von Sebastian Niepoth, die elf Eigenkompositionen wurden im Hüttenberger Studio von Gino Riccitelli eingespielt und dem andächtig lauschenden Publikum komplett live dargeboten. Ergänzt wurde das Programm durch neue Nummern und einige Coverversionen, etwa von Coldplay, Ray LaMontagne oder Sarah Bareilles.

Kein Geheimtipp mehr

Im Scheinwerferlicht steht »die bessere Hälfte« der Band: Mit ihrem ausgefeilten Harmonie- und Sologesang sind die Vingerling-Schwestern Anouk, Floortje und Carlijn das Markenzeichen von Lavender. Außerdem stammen Musik und Texte aus ihrer Feder. Zunächst als Trio gegründet, haben sie mit den drei Jungs in ihrem Rücken weit mehr als eine Begleitband gefunden: Seit 2009 sorgen die Jazz- und Rockmusiker Peter Bongard (Piano, Melodica), Markus Wach (Kontrabass) und Jörg Dobrick (Schlagzeug, Congas u. a.) mit sichtlichem Spaß für Druck und Temperament an der richtigen Stelle und setzen gefühlvolle Akzente.

Die Begeisterung und Spielfreude der sechs Musiker wirkte ansteckend – egal, ob die Schwestern ihre klaren Stimmen grazil über die Köpfe der Zuhörer in Richtung des künstlichen Sternenhimmels im Kinosaal schweben ließen, getragen von sanften Keyboard- oder Gitarrenklängen, oder bei flotten Nummern, die ihr Stimmvolumen zur vollen Entfaltung brachten. Gar nicht so leicht, für die vielseitige Musik ein Etikett zu finden: Indie Singer/Songwriter-Pop mit Folk-Soul-Blues-Elementen – das trifft es wohl am ehesten. Ihre Musik, sagen die Musiker selbst, trage den Geist von Tracy Chapman, Norah Jones, Sting und Coldplay. Eine Verbeugung vor einem weiteren Idol stellte die Joni-Mitchell-Nummer »Big Yellow Taxi« dar. Die Musik von Lavender besticht durch eine optimistische Leichtigkeit, wie Songs wie »But I’m o.k.« oder das schwungvolle »Say it out loud« bewiesen. Sinnlich-knisternd der CD-Titelsong »Tiger«. Die Texte spiegeln die Lebenserfahrung der Sängerinnen; die Zeiten der Schülerbands sind jedenfalls vorbei. »Wir sind keine Teenieband mehr«, kokettierte Anouk mit einem Augenzwinkern. So lässt sich leicht sagen: Lavender ist längst kein Geheimtipp mehr.

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