»Traumstern«-Kneipe hat jetzt »ein Gesicht«

Lich (us). Die Vorstandsmitglieder der Licher Kulturgenossenschaft haben ganz unterschiedliche Berufe, aus der Gastronomie kommt aber niemand. Insofern sind nun alle froh, dass sie die Kinokneipe neben dem »Traumstern« in fachkundige Hände legen können. Klaus Lotz hat die »Statt Gießen« zum 1. April unternommen.
02. April 2015, 19:53 Uhr
Die Kulturgenossenschaftler Joachim Grösser, Ulla Limberger und Michael Pieck sind erleichtert: Mit Klaus Lotz (rechts) führt nun ein Fachmann in der Kinokneipe »Statt Gießen« in Lich Regie. (Foto: us)

Für Michael Pieck, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Genossenschaft, ist der Pachtvertrag ein Meilenstein. »Er dokumentiert nach außen, dass die Kulturgenossenschaft läuft.«

Rückblende: Zum 1. Januar hat die Genossenschaft, die das »Traumstern« mit all seinen kulturellen Aktivitäten erhalten möchte, ihre Arbeit aufgenommen und die Kinokneipe seither in eigener Regie betrieben. Als »mühselig« beschreibt Vorstandsmitglied Ulla Limberger diese für alle Beteiligten ungewohnte Aufgabe. Umso schöner sei es, dass man mit Klaus Lotz nun einen geeigneten Pächter gefunden habe. Der Vertrag mit ihm wurde zunächst für ein Jahr abgeschlossen mit der Option auf zweimal fünf Jahre Verlängerung.

Selbstverständlich war die rasche Lösung nicht, denn gesucht wurde nicht irgendein Wirt, sondern »ein Gesicht«, wie Michael Pieck es ausdrückt. Soll heißen: Jemanden, der das Konzept der Kulturgenossenschaft mitträgt und sich als Kooperationspartner von Kino Traumstern und künstLich e.V. versteht. Dass sie nun auch noch einen alteingesessenen Licher als Mitstreiter gewonnen haben, betrachten die Kulturgenossenschafter als besonders günstige Fügung. »Wir stammen ja ursprünglich alle nicht von hier«, sagt Vorstandsfrau Ulla Limberger. Insofern sei der neue Pächter auch das Bindeglied zwischen dem Kino und der Stadt.

Lotz kennt das Lokal in und auswendig, denn der gelernte Metzger und Betriebswirt hat die »Statt Gießen« einst 1980 gemeinsam mit Gitti Naumann aufgemacht. Interessierte finden Kneipen-Geschichte(n) aus den vergangenen 35 Jahren auf der Rückseite der aktuellen Speisekarte. Veteranen werden sich an Gittis legendären Hackbraten erinnern, an die hübsche Maggi und ihren Rindfleischsalat oder an die Suzuki, die quer durch die Kneipe zum Billardtisch bretterte. Nun hofft Lotz, dass die »Statt Gießen« wieder zum »Wohnzimmer«wird, in dem sich alteingesessene Licher genauso wohl fühlen wie Kinogänger von auswärts und dass auch junge Leute kommen.

»Ich will mit meinem Team neue Wege gehen, lasst Euch also überraschen, aber gebt uns auch Zeit, denn wir wollen es gut machen«, heißt es auf der Rückseite der Speisekarte. Fürs erste verspricht der neue Pächter WLAN, Sonntagsbrunch, Tatort-Abende, einen gemütlichen Biergarten und ausgewählte Partys. Die erste davon steigt am 30. April. Vor dem »Tanz in den Mai« singt der Männersgsangsverein »Schall und Rauch«, später legt DJ Kevin Port auf. Die Öffnungszeiten richten sich nach den Kinovorstellungen, die Kneipe ist täglich geöffnet, meistens ab 17 Uhr, im Falle von Nachmittagsvorstellungen auch eher und sonntags schon zur Matinee.

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