Laubach

Baugenehmigung für »DorfSchmiede« Freienseen

01. Juli 2014, 10:28 Uhr
Gute Resonanz fand die Aktion »Steine für die DorfSchmiede«.

Der Gesangverein unter Otto Peter umrahmte das Fest ebenso wie die örtlichen Tanzgarden. Viel Beifall erhielt auch deren Trainerin Ute Brodt für ihren Verwandlungstanz.

Pucher erinnerte zunächst an die Bewilligung der Fördersumme von insgesamt 1,5 Mio. Euro vor Jahresfrist. Den Erhalt der Baugenehmigung bezeichnete er als »zweiten Meilenstein«, könne man doch jetzt mit der Umsetzung des Vorhabens »in die Vollen gehen«, nachdem bis dato nur vorbereitende Sanierungsmaßnahmen (Entkernen etc.) durchgeführt wurden. Die Ortskerne zu erhalten und zu beleben, wie es Landrätin Schneider einmal als Ziel formuliert habe, das sei eigentlich Grundgedanke der DorfSchmiede, schloss Pucher. Und dankte allen Freienseenern, seien sie doch an jedem Wochenende auf der Baustelle zugange.

Die Entscheidung des Stadtparlaments, das Projekt zu unterstützen (Stichwort: Millionen-Bürgschaft), sei richtig gewesen, betonte Bürgermeister Klug. Die »Strahlwirkung« der DorfSchmiede angesichts der Probleme im ländlichen Raum sei nicht hoch genug einzuschätzen. Treffend sei da das Motto der Initiatoren, »Leben und Sterben, wo man zu Hause ist. « Stolz zeigte sich der Rathauschef auf die Macher, die Unterstützer, Mitglieder und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Klug abschließend: »Ich weiß, dass die DorfSchmiede ein Erfolg wird.« Klug freute sich schließlich auch darüber, dass Häbel mit ausreichend Arbeit eingedeckt sei, zumal sich das Projekt Nahwärme ja schon verfestige. Grund: »So kann er sich noch nicht mit der Ausgliederung von Freienseen aus Laubach beschäftigen.«

Wenn man mit offenen Augen durch den Vogelsberg fährt, so Propst Matthias Schmidt, sehe man verfallende Häuser, lückenhafte Neubaugebiete – und keine Kinder mehr auf der Gasse. Doch gebe es zum Glück Vorhaben, die über Nachbarschaftshilfe funktionieren, etwa wenn alte Läden zu Treffpunkten umgestaltet werden. All das seien Maßnahmen, »die Mut machen und zum Nachahmen ermuntern«.

Freienseen sei ein ganz besonderer Ort, immer wieder »stolpere man über das Seenbachtaldörfchen«, schickte die Landrätin ihrer Rede voraus. Mit der DorfSchmiede als generationverbindendes Projekt sei nun eine »ganz besondere Wegmarke gesetzt worden«. Meinte Schneider, und fügte hinzu: »Eine Gesellschaft lässt sich daran messen, wie sie mit alten Menschen umgeht.« Neben den 1,5 Mio. Euro Landesförderung gelte es die anderen Spender nicht zu vergessen. Auch der Landkreis habe sich für das Begegnungszentrum eingesetzt. Für Schneider ein »Leuchtturm, der auf breiten Schultern der Ehrenamtlichen getragen wird«.

Das schönste Geschenk, so nun MdL Thorsten Schäfer-Gümbel, mache sich Freienseen selber. »Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sondern eine Lebenshaltung, und das kann man in Freienseen live erleben«, meinte der SPD-Landeschef. Für die Umsetzung solcher Ideen brauche es aber auch einen »Frontmann«, und den habe das Dorf mit Ulf Häbel gefunden. »Er ist ein echter Problemlöser. Ihm und seinen großen Ideen kann man nicht entkommen.« Auch Schäfer-Gümbel ist der Ansicht, dass man eigenständige Wege der Dörfer fördern muss.

Schließlich enthüllten an der DorfSchmiede Häbel und Pucher das Bauschild.

Zum Festprogramm gehörte am Samstag auch noch die Aktion »Steine selber modellieren«. Rund 850 Einwohner hat Freienseen und rund 850 Steine werden für den Ausbau benötigt. Für 10 Euro konnte man diese erwerben und buchstäblich selbst herstellen. Mit den eigenen Initialen versehen, werden diese dann eingebaut. Auch diese Aktion stieß auf rege Resonanz.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anita Schneider
  • Dorffeste
  • Entkernen
  • Thorsten Schäfer-Gümbel
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 2 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.